Weltleitkongress Holzbau beeindruckt in Innsbruck

Der Weltleitkongress im Holzbau, das Internationale Holzbau Forum (IHF) fand vom 4. bis 6. Dezember 2019 zum 25jährigen Jubiläum erstmals im Congress Innsbruck statt. Begünstigt durch den Ortswechsel des Formates aus Platzgründen von Garmisch nach Innsbruck erhöhte sich die Teilnehmerzahl von ehemals 1850 auf 2450 in diesem Jahr. Der Kongress findet jährlich statt.

In den Ausstellungshallen präsentierten 165 Aussteller von namhaften Herstellern wie z.B. Fermacell, Rothoblaas, Hasslacher Norica Timber oder der Dämmstoffhersteller Steico. Insgesamt 45 Aussteller mehr als in 2018, die das Angebot neben den zahlreich gehaltenen Vorträgen von Fachexperten das Internationale Holzbau Forum bereicherten.

Aufgrund der gestiegenen Teilnehmerzahlen von mehr als 30 Nationen sei es an der Zeit gewesen, sich für eine neue Destination zu entscheiden, erklärte IHF-Marketingchefin Ingrid Höhensteiger bereits im Vorfeld der Veranstaltung: „Innsbruck stellt aufgrund der Verbundenheit zum Holzbau, der Infrastruktur im Congress Innsbruck, der sehr guten Anbindung, der zahlreichen Hotel- und Gastronomiebetriebe in Gehdistanz und der herrlichen Naturkulisse den perfekten Rahmen dar.“

Holzbau
Prof. Hermann Kaufmann von der TU München als Referent beim Holzbau Forum (IHF) in Innsbruck 2019

Holzbau ist im Klimaschutz unschlagbar

Das hätte es vor 25 Jahren nicht gegeben“, verkündete IHF-Präsident Dr. Heinrich Köster in seiner Ansprache, der von Beginn an am Aufbau des Formats beteiligt war in dem bis oben hin gefüllten größten Veranstaltungssaal namens „Tirol“. Was als Bieler Symposium mit einer Handvoll Teilnehmern begann, ist heute nach 22 Veranstaltungen in Garmisch endgültig in Innsbruck angekommen.

Der Innsbrucker Bürgermeister bekundete öffentlich seine Zuneigung zum Baustoff und erklärt: „Ich kenne die Widerstände, mit denen der Holzbau zu tun hat – beispielsweise Hürden im Förderstil. Ich möchte daran mitarbeiten, dass der Holzbau in der Stadt im konstruktiven Bereich einen viel höheren Stellenwert einnimmt.“

Der stellvertretende Landeshauptmann von Tirol ergänzte: „Auch im mehrgeschossigen und großvolumigen Bau sehen wir sehr viel Luft nach oben. Denn Holzbau ist im Klimaschutz unschlagbar.“ Unerwähnt lässt er den Waldbau dabei nicht: „Holzbau heißt auch, die Wälder fit zu halten. In diesem Sinn investieren wir verstärkt öffentliche Mittel in diesen Bereich, um die Kreislaufwirtschaft zu erhalten.“

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden