Cluster Forst und Holz in Deutschland

In Deutschland unterstützt der Cluster Forst und Holz den Rohstoff Holz. Im Vergleich zu anderen Rohstoffen besitzt Holz zwei Eigenschaften: es kann nachwachsen und es ist in der Lage den anthropogen bedingten CO2-Ausstoß zu binden. Wird Holz nachhaltig produziert, so kann es auch verstärkt genutzt werden. Dies ist das Ziel des Programms Charta für Holz, das die Bundesregierung vor zehn Jahren verabschiedet hat.

Der Forstwirtschaft nachgelagert sind die Holz bearbeitende Industrie (Sägewerke, Holzwerkstoffindustrie), die Holz verarbeitende Industrie (z.B. Möbelindustrie), das Holzhandwerk, die Papierwirtschaft, das Verlage- und Druckereigewerbe und die energetische Holznutzung. Zum gesamten sog. Cluster Forst- und Holzwirtschaft werden noch der Holzhandel sowie die Zulieferer gezählt. So sind 1,1 Mio. Personen in Deutschland im Cluster Forst und Holz beschäftigt. Damit arbeiten mehr Menschen in dieser Branche als beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau oder in der Automobilindustrie!

Initiative: Cluster Forst und Holz in Deutschland

Wer ein Holzhaus baut, schützt das Klima!

Im Detail geht es bei der Charta für Holz darum, durch einen gesteigerten Holzverbrauch positive Effekte für den Klimaschutz, die Lebensqualität, Innovationen und Beschäftigung zu erreichen. Die Steigerung des Holzverbrauchs ist zwar mit einer erhöhten Nutzung von Wäldern verbunden, wodurch die Kapazität des Waldökosystems, Kohlenstoff zu speichern, gemindert wird. Auf der anderen Seite entstehen aber mindestens zwei positive Effekte:

In den aus Holz hergestellten Produkten wird Kohlenstoff gebunden und sowohl bei zahlreichen stofflichen Nutzungsarten als auch bei einer energetischen Nutzung von Holz wird die Energiegewinnung aus fossilen Stoffen reduziert. Dies führt zu der gewünschten Verminderung der CO2-Emissionen. Ein Holzhaus bauen schützt somit das Klima. Im Vergleich zu Speicherungseffekten durch Nutzungsverzicht und Ausweisung von Naturschutzgebieten entstehen bei der Nutzung des Holzes Wertschöpfungsketten mit nicht vernachlässigbaren Beschäftigungseffekten.

Cluster Forst und Holz
Holz ist Baustoff, Dämmstoff und CO2-Speicher. Cluster Forst und Holz organisiert und unterstützt den wertvollen Rohstoff.
Clusterinitiative im Fürstentum Liechtenstein

Bauen in Baden-Württemberg soll einfacher werden

Die baden-württembergische Regierung will staatliche Vorschriften und Verfahren beim Bauen in Baden-Württemberg deutlich vereinfachen und verbessern. Sie erhofft sich davon unter anderem große Fortschritte im Wohnungsbau. „Ich will systematisch Verwaltungs- und Genehmigungsverfahren hinterfragen und dabei die Mängel-Hinweise aus der Gesellschaft ernst nehmen“, sagte Klaus-Peter Murawski, neuer Koordinator der Landesregierung für Bürokratieabbau der Stuttgarter Zeitung.

Als Beispiel nennt Murawski das Baurecht. Heute werde „ganz unterschiedlich entschieden, wie jemand sein Grundstück einfrieden darf“ – mit Mauer, mit Jägerzaun oder ganz anders. Der Staat solle jedoch dem Bürger an dieser Stelle mehr Freiheit einräumen. „Deshalb brauchen wir Regeln, die dafür sorgen, dass von den jeweils zuständigen Beamten möglichst einheitlich und möglichst unbürokratisch entschieden wird.

Bauplätze zum Bauen in Baden-Württemberg veröffentlichen

Mit Blick auf die Kommunen regt Murawski eine Übersicht an, in der freie Bauplätze im Land zu finden sind. „Warum ist es eigentlich nicht möglich, dass die Kommunen in eigener Regie ein landesweites Kataster erstellen, in dem jeder, der Wohnungen bauen will, sehen kann, wo baureife Grundstücke zur Verfügung stehen?“, fragt Murawski. Das gebe es bisher nicht. „Hier sperren sich noch viele Kommunen. Offensichtlich wollen sie sich bei der Grundstücksvergabe nicht zu sehr in die Karten schauen lassen.“

Bauen in Baden-Württemberg
Bauen in Baden-Württemberg soll einfacher werden – Foto: Keitel-Haus

Bauen mit der Holz-Modulbauweise ist kostengünstiger

Klaus-Peter Murawski ist seit Januar 2018 offiziell „Koordinator der Landesregierung für Bürokratieabbau“. Er fordert die Städte und Gemeinden auf, stärker als bisher den Bau von Häusern in industrieller Holz-Modulbauweise zu ermöglichen. Dies werde zu einer deutlichen Kostenreduzierung führen, beispielsweise im sozialen Wohnungsbau. „Wir reden hier über einen Preisunterschied von 3200 Euro zu 1357 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche“, sagte der Chef der Staatskanzlei. „So könnten wir die Wohnungsbaukosten für das Bauen in Baden-Württemberg nahezu halbieren.“

Anmerkung: Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) unterstützt Vorhaben, deren Gegenstand die Bereitstellung, Verarbeitung, Bearbeitung und Verwendung von Holz ist, mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln. Innovationen in der Nutzung von Holz forciert, neue Anwendungsfelder für den Rohstoff Holz erschlossen und deren Einführung beschleunigt werden.

Tipp: Bauen in Baden-Württemberg: Sigurd Maier, Inhaber des Ratgeber-Portales für Holzhäuser und den Holzbau empfiehlt den Bauherren und Baufamilien sich direkt an verschiedene Kommunen in Baden-Württemberg zu wenden, um sich eine Übersicht über freie Bauplätze zu verschaffen.

 

Architektur trifft Holz in der ganzen Welt

Wie Holz die Welt verändert. Architektur im Holzbau gewinnt viele Preise. Statt Stahl und Beton wird der Baustoff Holz immer interessanter. Was Holz als Baustoff alles zu leisten vermag, können die Bauexperten belegen. Mit über 160 Teilnehmern war die Aula der TU Graz bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Grund für das große Interesse: drei international renommierte Holzbauexperten sprachen darüber, wie „Holz die Welt verändern“ kann.

Österreichs erste Professur für Architektur und Holzbau an der TU Granz ist mit dem Berliner Holzbauexperten Tom Kaden besetzt. Nicht allzu oft kommt es vor, dass gleich drei Koryphäen im Holzbau auf einer Bühne stehen. proHolz Steiermark ist, in Kooperation mit dem Institut der Architekturtechnologie (TU Graz), genau das gelungen. Mit DI Hermann Blumer, Arch. DI Reinhard Kropf und DI Samuel Blumer vermittelten Bauingenieur, Architekt und Visionär einem interessierten Publikum ihre Leidenschaft für den Holzbau.

Visionen und Architektur fordern den Holzbau heraus

Hermann Blumer: „Holz kann zum Stoff der Welt werden, wenn die Menschheit damit geschickt umgeht“.  Wie man mit dem Werkstoff Holz geschickt umgeht, hat der Holzbauvisionär in zahlreichen richtungsweisenden Holzbauten bereits bewiesen. Mit kleinen Anekdoten und feinsinnigem Humor gab er Einblick in seine Arbeit und zeigte anhand von Beispielen aus aller Welt, welche Möglichkeiten und Potenziale der moderne Holzbau heute bietet. Es brauche oft Teamgeist, Kreativität und kühne Ideen, um außergewöhnliche Holzkonstruktionen zu realisieren und damit zu beweisen, dass mit Holz sehr viel möglich ist, so Blumer. Neben den außergewöhnlichen Konstruktionen und der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeit sei es vor allem der ökologische Aspekt, der eindeutig für das Holz spräche. „Zwei Drittel aller Ressourcen der Erde werden im Baugewerbe verbraucht. Dabei hat Holz den unschlagbaren Vorteil, dass es einfach so vor unserer Haustüre nachwächst und Kohlendioxid bindet“, so der Experte.

Architektur Holzbau
Architektur einmal anders: Holz horizontal gedreht mit Lignotrend Hohlkästen

Architektur und Holzbau in Norwegen

Einblicke in die neue Holzarchitektur Norwegens gab Reinhard Kropf. Der gebürtige Grazer und Architekturabsolvent der TU Graz gilt mit seinem Büro Helen & Hard, Stavanger/NOR, als einer der Vorreiter beim Bauen mit Holz. Projekte wie die Bibliothek in Vennesla oder der Eingangsbereich des I-Parks in Stavanger gehören zu seinen Referenzen. Ideen für die Formgebung seiner Planungen holt er sich gerne aus der Natur, doch nicht immer sind die Bauherren von seinem Ansatz überzeugt: „Es steckt leider noch immer viel zu viel Arbeit dahinter, den Bauherren vom ökologischen Baustoff Holz zu überzeugen. Aber ich habe auch von Hermann (Blumer) gelernt, dass ein „NEIN“ vom Kunde übersetzt so viel bedeutet wie: Noch Ein Input Nötig.“ In vielen seiner Projekte hat dieses „Mehr“ an Input zu neuen, innovativen Verbindungtechniken und Konstruktionen geführt und damit den Holzbau weiter vorangetrieben.

Architektur und Holzbaukonstruktionen

Komplexe Architektur in Holz umzusetzen ist das Steckenpferd von Samuel Blumer. Dabei reichen „herkömmliche“ Lösungen oft nicht aus, um den Wünschen des Architekten nachzukommen. Daher arbeitet Samuel Blumer mit seinem Büro stetig daran Holzkonstruktionen immer weiter zu optimieren. Ein Beispiel dafür ist der Bau einer Holzkirche in Deutschland, wo es gelungen ist aus einem ursprünglichen Knotenpunkt aus Stahl eine innovative Lösung aus Holz zu konstruieren. Auch bei Projekten wie dem Hangar in Eschbach oder dem I-Park in Stavanger konnte außergewöhnliche Architektur durch neue Lösungsansätze in der Holzkonstruktion umgesetzt werden.

Klimaschutzplan 2050 mit Potential zur Holznutzung

Wofür steht der Klimaschutzplan 2050 in Deutschland? Der Klimaschutzplan gibt für den Prozess zum Erreichen der nationalen Klimaschutzziele im Einklang mit dem Übereinkommen von Paris inhaltliche Orientierung für alle Handlungsfelder: In der Energieversorgung, im Gebäude- und Verkehrsbereich, in Industrie und Wirtschaft sowie in der Land- und Forstwirtschaft.

Zentrale Elemente des Klimaschutzplan 2050 sind:

  • Langfristziel: Orientierung am Leitbild der weitgehenden Treibhausgasneutralität für Deutschland bis Mitte des Jahrhunderts
  • Leitbilder und transformative Pfade als Orientierung für alle Handlungsfelder bis 2050
  • Meilensteine und Ziele als Rahmen für alle Sektoren bis 2030
  • Strategische Maßnahmen für jedes Handlungsfeld
  • Etablierung eines lernenden Prozesses, in dem die in Paris vereinbarte Ambitionssteigerung realisiert wird.

Klimaschutzplan 2050 nutzt die Klimaschutzleistung des Waldes

Nach zahlreichen Gesprächen mit der Politik, mehreren Statements und schriftlichen Stellungnahmen der Holzwirtschaft sind in dem Dokument nun auch zahlreiche Aspekte verankert, die die Klimaschutzleistung nachhaltiger Waldbewirtschaftung und Holznutzung berücksichtigen und stärken.Im Detail sind im beschlossenen Klimaschutzplan 2050 folgende Aspekte aufgenommen, die Relevanz für die Holzwirtschaft haben:

  • Anerkennung der vermiedenen Emissionen durch die stoffliche und energetische Verwendung von Holz (je etwa 31 Mio. t CO2 in 2014)
  • Ziel ist Erschließung des CO2-Minderungspotenzials der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und der damit eng verbundenen Holzverwendung
  • Bedeutung des Waldes als Lebensraum (..), Wirtschaftsfaktor und Rohstofflieferant bei Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigen
  • Holz kann im Gebäudebereich CO2 langfristig speichern und Materialien mit nachteiliger Treibhausgas- und Ökobilanz sowie fossile Energieträger ersetzen.
Klimaschutzplan 2050
Der Klimaschutzplan 2050 beschreibt die Handlungsfelder Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft sowie Landnutzung und Forstwirtschaft

Folgende Maßnahmen im Klimaschutzplan 2050 betreffen Wald und Holz:

  • Steigerung der Klimaschutzfunktion des Waldes, der nachhaltigen Forstwirtschaft und der intelligenten Holzverwendung
  • Neuauflage der „Charta für Holz zur Stärkung des Beitrags nachhaltiger Holzverwendung bei der Erreichung der
    Klimaschutzziele
  • Förderung des Erhalts und des Ausbaus des CO2-Minderungspotenzials von Wald und Holz mit Mitteln des Waldklimafonds
  • Abbau baurechtlicher Hemmnisse, die den Einsatz von langlebigen Holzprodukten erschwerenKlimaschutzülan 2050 Ziele

Themenfelder, die von den Verbänden der Holzwirtschaft kritisiert wurden, sind in der Überarbeitungsphase gestrichen worden, bspw. die pauschale Stilllegung weiterer Waldflächen, die Beschränkung auf heimische Baumarten, der Fokus auf Laubholzprodukte sowie die Verlängerung der Umtriebszeiten. Alle diese Maßnahmen hätten die Klimabilanz des Forst- und Holzsektors deutlich verschlechtert als ihn zu verbessern.

Aus Sicht der Holzwirtschaft geht Deutschland weltweit nun mit guten Beispiel voran, um das Potential der Holznutzung und Holzverwendung im gemeinsamen Kampf gegen die Erderwärmung im Klimaschutzplan 2050 stärker zu entfalten.

Extrem verdichtetes Holz als neuer Super-Baustoff

Nur noch ein Fünftel der ursprünglichen Größe – extrem verdichtetes Holz – aber zehnmal bruchfester, elfmal zugfester. Forscher entwickeln aus natürlichem Holz einen Super-Baustoff. das äußerst stabile Material Holz eignet sich sogar zur Panzerung.

Einen Holzwerkstoff mit enormer Festigkeit haben Materialwissenschaftler entwickelt. Die Gruppe um Liangbing Hu von der University of Maryland in College Park behandelte Holz zunächst chemisch. Dann presste sie es auf etwa ein Fünftel seiner ursprünglichen Größe zusammen. Die Zugfestigkeit stieg dadurch um mehr als das Elffache, die Bruchfestigkeit um das Zehnfache, wie die Forscher im Fachblatt „Nature“ schreiben.

Extrem verdichtetes Holz mit völlig neuen Eigenschaften

Holz wird seit Jahrtausenden für den Bau von Häusern und Möbeln verwendet. „Das mechanische Verhalten von Naturholz (seine Festigkeit und Zähigkeit) ist jedoch für viele fortgeschrittene technische Strukturen und Anwendungen nicht zufriedenstellend“, schreiben Hu und Kollegen. Das von ihnen hergestellte extrem verdichtetes Holz ist leichter als metallische Werkstoffe und weist auch eine größere Festigkeit auf. Selbst wenn es mehr als fünf Tage hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist, schwillt es nur um 8,4 Prozent an und verliert nur wenig Festigkeit.

Extrem verdichtetes Holz
Extrem verdichtetes Holz als neuer Super-Baustoff

Das Verfahren beginnt ähnlich wie die Papierherstellung: In einer wässrigen Lösung aus Natriumhydroxid und Natriumsulfit werden einige Bestandteile aus dem Holz gelöst – insbesondere Hemicellulose und Lignin. Im Baum erhöht das wasserfeste Lignin die Druckfestigkeit des Holzes, doch indem es teilweise entfernt wurde, erreichten die Forscher eine größere Verdichtung beim Pressen. Das restliche Lignin wirke als eine Art Bindemittel, erklären die Wissenschaftler.

Aufnahmen des verdichteten Holzes mit dem Rasterelektronenmikroskop zeigen, dass die winzigen Röhren, die normalerweise Holz durchziehen, verschwunden sind. Stattdessen lägen die einzelnen Cellulosefasern so dicht beieinander, dass sich zwischen ihnen Wasserstoff-Brückenbindungen ausbildeten, schreibt das Team. Mit diesen zusätzlichen Atombindungen erklären die Forscher auch den Festigkeitsgewinn beim Pressen. Versuche mit verschiedenen weichen und harten Hölzern brachten ähnliche Ergebnisse.

Vielversprechend als Material für kostengünstige Panzerung

Bei Beschussversuchen war extrem verdichtetes Holz siebenmal so widerstandsfähig gegen ein Projektil wie natürliches Holz derselben Dicke. Klebten die Forscher fünf Lagen verdichtetes Holz so aufeinander, dass die Cellulosefasern abwechselnd im 90-Grad-Winkel zueinander standen, verzehnfachte sich sogar die absorbierte Energie bei einem Schuss gegenüber derselben Stärke Naturholz. „Diese starken und zähen, jedoch leichten verdichteten Hölzer sind vielversprechend als Materialien für kostengünstige Panzerung und ballistische Energieabsorption“, bilanzieren Hu und Kollegen.

„Neue Anregungen“ gibt die Studie dem Holzbauingenieur Peer Haller von der Technischen Universität Dresden, der nicht an der Studie beteiligt war. „Der Umfang der Festigkeitssteigerung überrascht mich sehr und sehr positiv, da sie überproportional zur Dichte steigt“, betont Haller. Er wundert sich allerdings, dass die Studienautoren das Aufquellen bei Feuchtigkeit aufführen: „Das Quellen von verdichtetem Holz in seine ursprüngliche Form kann nämlich verfahrenstechnisch weitgehend behoben werden.“

Holzforscher Carsten Mai von der Universität Göttingen erklärt, dass das verdichtete Holz wegen des entfernten Lignins weniger spröde ist. Deshalb neige es weniger zum Brechen. „Ich kann mir schon vorstellen, dass es als Tragmaterial verwendet werden kann“, sagt Mai. Er verweist auf Kunstharzpressholz, das im Handel erhältlich ist und ähnliche Eigenschaften aufweise wie extrem verdichtetes Holz. Moderne Holzbauprodukte überzeugen derzeit im mehrgeschossigen Bauen.

Quelle: n-tv.de , Stefan Parsch, dpa

Moderne Holzbauprodukte überzeugen im Wohnungsbau

Moderne Holzbauprodukte eignen sich sowohl für den Einfamilienhausbau wie auch für das mehrgeschossige Bauen. Innovative Holzarchitektur überzeugt mit klaren Argumenten. Sie bietet nicht nur technische Leistungsfähigkeit und unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten in Architektur und Design, sondern gewährleistet ebenso Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei Bau und Modernisierung.

Dabei steht Green Building für eine zukunftsweisende Lösung essenzieller Anforderungen und leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Dies gilt für herausragende repräsentative Bauten in gleicher Weise wie für die nutzerorientierte Wohnbebauung im urban verdichteten Raum. Bereits Realität geworden, weisen schon heute bemerkenswerte Beispiele der Holzarchitektur den Weg in die Zukunft.

Moderne Holzbauprodukte bieten hohen Wohnwert

Ob im urbanen Umfeld oder in ländlichen Regionen, ob Neubau, Bauen im Bestand oder Modernisierung – zeitgemäße Holzbauweisen mit modernen Holzprodukten sind für eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten hervorragend geeignet. Alle Arten von Holzhäusern, ob Reihenhaus, Gruppenbebauung oder freistehend, lassen sich handwerklich und in industrieller Vorfertigung einsetzen.

Moderne Holzbauprodukte
F 30 Holzfertigteile leisten effektiven Brandschutz im Holzfertighaus

Die Elemente werden unter optimalen Bedingungen vorgefertigt, auf die Baustelle transportiert und in wenigen Tagen montiert. Holzhäuser können sofort genutzt werden, da keine Trocknungszeiten anfallen. Im Innenausbau bietet Holz ein komfortables Wohnklima bei individueller Ästhetik.

Die Holzbauweisen im Wohnbau lassen sich in drei Gruppen einteilen. Zu den Massivbauweisen gehören der Blockbau, der Bohlenbau, die Brettstapelbauweise sowie Bausysteme aus verklebten oder mechanisch verbundenen Vollholztafeln (Brettlagenholz, Brettsperrholz). Die Skelettbauweisen haben sich aus dem traditionellen Fachwerkbau entwickelt. Der Holzrahmenbau und der Holztafelbau sind dabei die am häufigsten eingesetzten Holzbausysteme. Aus diesen Bauteilen werden auch fertige Raumzellen hergestellt.

Moderne Holzbauprodukte für effiziente Holzsystembauweisen

Moderne Holzsystembauweisen eignen sich auch für den Geschossbau. Vorgefertigte Bauelemente – für die auch eine computergestützte Herstellung genutzt wird – lassen sich geschossweise schnell und passgenau montieren. Holz ist tragfähig, formstabil und lässt sich mit anderen Materialien kombinieren. Eine flexible Grundrissgestaltung ist durch die großen Spannweiten möglich. Intelligenter Bauteilaufbau und akustische Entkoppelung der Bauteile sorgen für optimalen Schallschutz. Holz lässt sich gut im Verbund mit anderen Materialien einsetzen. Das geringe Eigengewicht von Holzkonstruktionen ermöglicht die Aufstockung auf bestehende Gebäude. So kann kosteneffizient und wirtschaftlich Wohnraum geschaffen werden.

Stoffliche Holznutzung geht vor energetischer Nutzung

Holznutzung? Noch etwa zehn Jahre lang kann die nachhaltige Forstwirtschaft die immer größere Nachfrage nach Holz stillen. In Deutschland und Europa werden somit neue Konzepte diskutiert, um die nachwachsende, aber dennoch begrenzte Ressource Holz industriell verantwortungsbewusster und effizienter zu nutzen.

Führt die Kaskadennutzung von Holz wirklich zu einer erhöhten Ressourceneffizienz? Wenn etwa das Rohholz vor der energetischen Nutzung im Kraftwerk erst zu Konstruktionselementen, dann zu Lamellen für einen Tisch und schließlich zu Spänen einer Spanplatte wird? Für eine Antwort auf diese Frage hat sich Michael Risse zusammen mit Professorin Gabriele Weber-Blaschke und Professor Klaus Richter vom Lehrstuhl für Holzwissenschaft der TUM auf die Suche nach einer geeigneten Bewertungsmethodik für die Holznutzung gemacht.

Ein Kaskadensystem aus vielen Lieferanten, Herstellern und Nutzern ist komplex und aufwändig. Die Stoffströme innerhalb und zwischen den Kaskadenstufen sind zahlreich und verflochten. In der Theorie ist das Konzept seit Jahren beschrieben und inzwischen wissenschaftlich belegt, dass sich fossile Rohstoffe einsparen lassen, Treibhausgasemissionen vermindert werden und sich die Wertschöpfung steigern lässt. Bisher jedoch fehlte eine gezielte Betrachtung der Ressourceneffizienz bei der Holznutzung.

Holznutzung
Stoffliche Holznutzung muss im Vordergrund stehen

Da die biologische Erzeugung von Holz sich grundsätzlich von synthetischen Rohstoffen unterscheidet, gilt es zu untersuchen, ob und inwieweit sich eine Kaskadennutzung bei nachwachsenden Rohstoffen unter Effizienzbetrachtung lohnt.

Um den charakteristischen Merkmalen der Kaskadennutzung gerecht zu werden, verwendete Holzwissenschaftler Risse den ganzheitlichen Lebenszyklus-Ansatz und analysierte die Exergie sämtlicher verwendeter Materialien, der internen Recyclingprozesse und den Verbrauch weiterer primärer Ressourcen wie etwa der beanspruchten Flächen. Als Exergie wird der Teil der Energie bezeichnet, der in Arbeit umgewandelt werden kann.

Einsparung vor allem zu Beginn der Produktionskette bei Holznutzung

Die Wissenschaftler und die Wissenschaftlerin der TUM verglichen in zwei Szenarien den Weg von einer Tonne Altholz mit der Bereitstellung derselben Funktionen aus Frischholz. Im ersten Szenario wurde das Altholz in einem Kaskadensystem zunächst zu Schnittholz und danach noch zwei weitere Male zu Spanplatten verarbeitet. Im Referenzszenario wurden dieselben Produkte hergestellt, allerdings jeweils aus Frischholz.

Das Ergebnis: Bei der Kaskadennutzung wird das Holz mit einer Quote von 46 Prozent deutlich effizienter verwendet als bei der einfachen Holznutzung, die auf 21 Prozent kommt. Die größte Einsparung ist am Anfang der Produktionskette zu verzeichnen durch den reduzierten Einsatz von Frischholz und damit einhergehendem geringeren Flächenbedarf. Während der weiteren Verarbeitung des Holzes bleibt die Kaskadennutzung zwar effizienter, aber in deutlich geringerem Umfang. In beiden Szenarien verbraucht die Spanplattenherstellung die meisten Ressourcen, insbesondere bei der Trocknung und Verklebung.

Ressourceneffiziente Verarbeitung bei der Holznutzung steckt noch in Kinderschuhen

In der industriellen Praxis steckt die Kaskadennutzung noch in den Kinderschuhen, es fehlt an den notwendigen Logistikprozessen und der angepassten Verfahrenstechnik – und: „Die energetische Holznutzung hat noch Vorrang vor der stofflichen Nutzung von Holz“, beklagt Lehrstuhlinhaber Professor Klaus Richter.

Fast die Hälfte der jährlich geernteten 60 Millionen Tonnen Waldholz fließe direkt oder bei der industriellen Verarbeitung in die energetische Nutzung. Diesen Weg subventioniere noch bis 2019 das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), etwa dadurch, dass mit Einspeisevergütungen Wärmeerzeugung aus Holzenergie gefördert oder Investitionszuschüsse für Heizungsanlagen, wie Holzpellet- oder Hackschnitzelheizungen gewährt werden. Diesen einseitigen Anreiz habe schon im Jahr 2016 das umfangreiche Klimaschutz-Gutachten von Land- und Forstwirtschaft kritisiert, an dem auch Mitarbeiter des Lehrstuhls für Holzwissenschaft der TUM mitgewirkt hätten.

Nur etwa ein Drittel des in Deutschland aufkommenden Altholzes wird heute in Spanplatten verarbeitet, etwa sieben Millionen Tonnen wandern laut Richter direkt in die Verbrennung, um in entsprechenden Kraftwerken Wärme und Strom zu erzeugen. Dem Holzwissenschaftler ist das mindestens ein Schritt zu wenig.

Prof. Richter plädiert für eine intensivere stoffliche Nutzung von Holz: „Wir müssen den Rohstoff Holz mittelfristig effizienter, sprich mehrmals stofflich nutzen, bevor wir ihn verbrennen oder zu Pellets verarbeiten. Die materialtechnischen Eigenschaften stehen einer Kaskadennutzung nicht im Wege. Es muss aber die Verarbeitung und Nutzung von Holz planerisch und konzeptionell angepasst werden, damit die Mehrfachnutzung Realität wird.“

Holz ist Baustoff, Dämmstoff und CO2-Speicher ist für die stoffliche Holznutzung bestens geeignet

Es sind aus der Sicht von Doktorand Michael Risse zudem weitere Analysen im Zusammenhang mit der Kaskadennutzung wichtig: „Es sollte bei der Effizienzanalyse zum Beispiel auch die Knappheit der einzelnen primären natürlichen Ressourcen einbezogen werden.“ Seine im Fachmagazin „Resources, Conservation & Recycling“ publizierte Studie berücksichtige beispielsweise nicht den sogenannten „Substitutionseffekt“, und damit ein weiteres gewichtiges Argument für eine Kaskadennutzung: „Wer Holzprodukte verwendet, kann Treibhausgasemissionen vermeiden, die bei der Produktion von Nicht-Holz-Produkten wie Stahl oder Beton entstehen – und das mit jeder weiteren Kaskadenstufe erneut,“ erklärt Professor Richter. „Zudem ist Holz das einzige Material, das Kohlenstoff speichert – über seine gesamte Lebensdauer hinweg.“

Auf diese Weise bleibt der während des Baumwachstums gebundene Kohlenstoff der Atmosphäre entzogen und wird erst am Ende der – möglichst langen – Kaskade wieder frei. „Dennoch: Nur theoretische Analysen reichen nicht. Wir brauchen ein Handeln der Politik und der Industrie“, sagt Richter.

Ökologisch nachhaltig Bauen und Dämmen

Wer ökologisch nachhaltig bauen möchte, kommt am Baustoff Holz und den natürlichen  nachwachsenden Dämmstoffen nicht vorbei. Verantwortungsbewusste Holzhaus-Hersteller bauen ökologische Holzhäuser in Deutschland. Sie benutzten den Baustoff Holz im Holzfertighausbau konstruktiv bei Wänden Decken und Fenstern.

Bei einem Fertighaus mit Holz in der Holzrahmenbauweise werden die Hohlräume der Wände beispielsweise mit Holzweichfaserplatten gedämmt. Um die hohen Anforderungen an die thermische Qualität des Gebäudes zu erfüllen, stehen heute den Baufamilien zahlreiche natürliche Dämmmaterialien zur Verfügung. Holzfaser-Dämmstoffe bieten einen optimalen Wärmeschutz in vielen Bereich des Holzfertighausbaus.

Der Grundgedanke und die Verwendung von natürlichen Materialien beim Bauen und Dämmen ist klar: sie bieten denselben Wärmeschutz wie erdölbasierte oder mineralische Produkte, sind dabei aber ökologisch verträglicher und nachhaltiger. Wohngesundes Bauen lässt sich am Besten mit natürlichen Baumaterialien umsetzten, die ein Wohlfühlklima im eigenen Haus erzeugen.

Ökologisch nachhaltig bauen
Ökologisch nachhaltig bauen mit Holz und Holzfaser-Dämmstoffen.

Ökologisch nachhaltig bauen ohne synthetische Dämmstoffe

Neben der sehr guten Dämmwirkung von natürlichen Dämmstoffen wie z.B. Holzfaser, Zellulose, Hanf, Wolle oder Flachs ersetzen diese die aufwendig gefertigten erdölbasierten Dämmstoffe. Die synthetischen Dämmstoffe werden in großen Mengen aus Erdöl hergestellt und sind damit preiswert verfügbar. Erdöl ist ein endliches Produkt und wird unter hohem Aufwand in verschiedene chemischen Bestandteile zerlegt. Die so gewonnen Substanzen werden zu erdölbasierten, synthetischen Dämmstoffen weiterveredelt. Der bekannteste synthetische Dämmstoff ist Styropor der auch in der Verpackungsbranche verwendet wird, um Gegenstände beim Transport zu schützen.

Ökologisch nachhaltig bauen im Stoffkreislauf

Natürliche Dämmstoffe die holzbasierend sind, haben die Fähigkeit während des Wachstum das klimaschädliche CO2 einzulagern. Holz bindet so während seines Wachstums das CO2. Würde diese Schutzfunktion des Holzes nicht vorhanden sein, so würde die Klimaerwärmung in noch schnellerem Ausmaß zunehmen. Die Pflege und der ausreichende Schutz der Wälder ist wichtig, damit immer genügend Baumaterial und Dämmstoffmaterial nachwächst. Diese Bau- und Dämmstoffe lassen sich nach Gebrauch wieder dem natürlichen Stoffkreislauf zuführen.

 

Förderung Holzbau in Baden-Württemberg

Als Förderung Holzbau in Baden-Württemberg hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz das Förderprogramm HIP (Holz-Innovativ-Programm) aufgelegt. In der aktuellen Phase sollen damit aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE 2014 – 2020) sowie des Landes bis 2020 innovative Vorhaben im Cluster Forst und Holz BW unterstützt werden.

Als Beitrag zu Innovation und Energiewende liegen folgende Schwerpunkte im Fokus:

  1. regionale, landesweite und thematische Cluster- und Netzwerkstrukturen
  2. angewandte Forschung zur Holzververwendung
  3. modellhafte Bauvorhaben mit Holz

Ziele der Förderung Holzbau durch Holz-Innovativ-Programm

Ziel der Förderung ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und so die innerhalb des Clusters bestehenden Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. HIP soll dazu beitragen, im Sinne der Innovationsstrategie die Innovationskraft und Innovationstätigkeit der Unternehmen des Clusters Forst und Holz zu stärken und die Zusammenarbeit und Vernetzung der Unternehmen untereinander sowie mit Forschungseinrichtungen zu initiieren und zu verbessern. Ganz dem Ergebnis der Clusterstudie Forst und Holz BW entsprechend. Außerdem sollen die Erschließung neuer Anwendungsfelder für den nachwachsenden und umweltfreundlichen Rohstoff Holz gefördert und deren Einführung beschleunigt werden.

Förderung Holzbau
Förderung Holzbau durch Innovationen / Photo: Huber & Sohn

Förderaufruf des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 10.12.2015

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) unterstützt Vorhaben, deren Gegenstand die Bereitstellung, Verarbeitung, Bearbeitung und Verwendung von Holz ist, mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln. Dadurch sollen Innovationen in der Nutzung von Holz forciert, neue Anwendungsfelder für den Rohstoff Holz erschlossen und deren Einführung beschleunigt werden. Damit wird die Innovationstätigkeit der Unternehmen in der Wertschöpfungskette Forst & Holz insgesamt gestärkt. Die Förderschwerpunkte, welche näher im Förderaufruf beschrieben sind, liegen im Bereich Cluster, Angewandte Forschung und Innovation im Holzbau.

Förderung Holzbau und Auswahl der Projekte

Von den an einer Förderung Interessierten ist ein zweistufiges Verfahren zu durchlaufen. Im ersten Schritt ist eine Vorhabensskizze zur Vorauswahl der Projekte einzureichen (Details entnehmen Sie bitte dem Förderaufruf). Die Projektauswahl der fristgerecht eingereichten Vorhabensskizzen erfolgt durch das MLR nach Abschluss der begleitenden Beratungen innerhalb des Clusterbeirats Forst & Holz. Die Entscheidung der Projektauswahl wird schriftlich durch das MLR bekannt gegeben. Insofern das Vorhaben positiv durch das MLR beschieden wurde, liegt eine Antragsberechtigung vor. Anträge können erst nach erfolgreich abgeschlossenem Projektauswahlverfahren bei der L-Bank eingereicht werden.

Im zweiten Schritt ist ein formaler Förderantrag bei der L-Bank zu stellen. Diese nimmt den Antrag entgegen, bearbeitet ihn und erteilt bei positiver Prüfung der Antragsunterlagen einen Bewilligungsbescheid.

Damit die Vorhabensskizzen im in der Regel zweimal jährlich tagenden Clusterbeirat Forst & Holz beraten werden können, sind diese bis zum 15. März oder 15. September eines Jahres einzureichen.

Vorhabensskizzen zum innovativen Holzbau können zusätzlich jährlich zum 15. Juni und 31. Dezember eingereicht werden. Sie werden dann vom Unterausschuss des Clusterbeirats Forst & Holz beraten.

 

Forschung und Lehre: Holz-Bau-Produkt

Holz-Bau-Produkt als nachwachsende Ressource mit einem breiten Einsatzspektrum ressourceneffizient, leistungsfähig und nachhaltig einsetzen, ist das erklärte Ziel der Holzforschung München (HFM). Als Institution der Technischen Universität München (TUM) betreibt die HFM Hochschulausbildung, Forschung und Entwicklung und bietet Kunden und Partnern Serviceleistungen an

Optimierung von Holz-Bau-Produkt wird erforscht

Lehr- und Forschungsaktivitäten sind auf die Optimierung der Zuverlässigkeit von Holz und seinen Bestandteilen und Derivaten, sowie auf die Erarbeitung von Konzepten für die verbesserte Effizienz in der Nutzung lignocellulosischer Ressourcen ausgerichtet. Die materialwissenschaftliche Forschung fokussiert auf grundlegende Zusammenhänge der strukturellen und chemischen Organisation der Holzzellwand in verschiedenen Skalen und unter verschiedenen Beanspruchungen. Daraus werden Kentnisse für die Entwicklung von neuen holzbasierten Materialien, Werkstoffen und Behandlungsverfahren abgeleitet. Die systematische Untersuchung zu den Energie- und Materialflüssen der Forst- und Holzwirtschaft mit den Methoden der Stoffstromanalyse erfolgt sowohl auf betrieblich-prozessbezogener als auch auf überbetrieblicher Ebene. Die Forschungen haben zum Ziel, die spezifischen Charakteristika nachwachsender Ressourcen mit dem Schwerpunkt Wald- und Holzprodukte für die nachhaltige Entwicklung wissenschaftlich zu untersuchen.

18. Münchener Holzkolloquium2017 – Holz-Bau-Produkt

Holz-Bau-Produkt – In dieses Beziehungsdreieck lassen sich die vier Fachvorträge des 18. Münchener Holzkolloquiums einordnen, das traditionell im Zweijahresturnus von der Holzforschung München (HFM) zusammen mit der Gesellschaft der Freunde und Förderer der HFM e.V. (GFF) vorbereitet und in diesem Jahr zudem unter der Teilschirmherrschaft von TUM.wood durchführt wird. TUM.wood ist ein Verbund von TUM-Professuren mit fachlichem Bezug zur Forst-Holz Wertschöpfungskette zur Synergieförderung in Forschung und Lehre.

Holz-Bau-Produkt
Optimierung der Anwendung von Holz-Bau-Produkt

Zahlreiche der anwendungsorientierten Aktivitäten richten sich an den Bestimmungen der Bauaufsicht aus, so dass die Gelegenheit genutzt wird, über neue Entwicklungen zu berichten. Zudem wird die Fragestellung bearbeitet, wie Holz als Material und Produkt auf das sensorische Empfinden der Bewohner in Innenräumen wirkt. Hierzu werden aktuelle Forschungen aus Finnland und einem eigenen Projekt vorgestellt.

Im zweiten Teil des Kolloquiums wird der Leo-Schörghuber-Preis 2017 verleihen, und von dem oder der Preisträgerin über das Forschungsthema informiert.

Im Anschluss daran wird dann die ordentliche Mitgliederversammlung der GFF Holzforschung München e.V. stattfinden.

Alle Termin-Daten auf einen Blick:
18. Münchener Holzkolloquium: Holz-Bau-Produkt.
Aktuelles zu bauaufsichtlichen Anforderungen und Innenraumklima.
Freitag, 17. November 2017
Technische Universität München, Holzforschung München, Hörsaal Raum 207, Winzererstr. 45, 80797 München.

Hier gehts zur Anmeldung und zum Programm.

Förderung für mehr Holzverwendung Charta für Holz 2.0

Die Charta für Holz 2.0 ist ein Meilenstein im Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat sie am 26. April 2017 in Berlin vorgestellt.

Unter dem Motto „Klima schützen. Werte schaffen. Ressourcen effizient nutzen“ zielt die Charta für Holz 2.0 darauf ab, mehr Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu verwenden. Zugunsten von Klimaschutz, Arbeitsplätzen und Wertschöpfung im ländlichen Raum sowie zur Schonung endlicher Ressourcen. Denn Holz ist Deutschlands bedeutendster nachwachsender Rohstoff, der energieintensive, endliche Materialien und erdölbasierte, fossile Ressourcen ersetzen kann – zum Beispiel beim Bauen, im Alltag oder in ganz neuen Anwendungsbereichen.

Handlungsfelder der Charta für Holz 2.0

Die Charta benennt sechs Handlungsfelder:

  • Bauen mit Holz in Stadt und Land: Klimafreundliches Bauen mit Holz bietet Potenziale bei knappem Wohnraum durch kurze Bauzeiten, geringes Gewicht bei hoher Tragfähigkeit und Flexibilität
  • Potenziale von Holz in der Bioökonomie: Neue Produkte aus Holz; Wertschöpfung insbesondere bei der Verwendung von Laubholz erhöhen
  • Material- und Energieeffizienz: Herstellungsprozesse und Produkte verbessern, Kreislaufwirtschaft und Kaskadennutzung weiter ausbauen
  • Ressource Wald und Holz: Holzaufkommen nachhaltig steigern, arten- und strukturreiche sowie produktive Wälder weiterhin sicherstellen, Kleinprivatwald stärken
  • Cluster Forst und Holz: Wettbewerbsfähigkeit und Branchenvernetzung verbessern, Transfer zwischen Praxis und Forschung ausbauen.
  • Wald und Holz in der Gesellschaft: Informationsaustausch mit der Öffentlichkeit über positive Effekte der Nutzung und Verwendung von Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung
  • Forschung und Entwicklung als Querschnittsthema
Charta für Holz 2.0
Charta für Holz 2.0 steht für die nachhaltige Verwendung und Nutzung von Holz

Gleichberechtigung für Holz im mehrgeschossigen Bauen

In den letzten 20 Jahren wurde intensiv an der Weiterentwicklung der Holzbauweise gearbeitet. So liegen jetzt schon umfangreiche Forschungserkenntnisse vor, die brandsichere Holzbaukonstruktionen ermöglichen. Bislang wurden diese Erkenntnisse in bauordnungsrechtlichen Regelungen jedoch nicht wirklich berücksichtigt. Die bereits heute realisierten Objekte, die trotz der bauaufsichtlichen Einschränkungen dank der besonderen Anstrengungen von Planern und Bauherren umgesetzt wurden, demonstrieren aber, dass der Brandschutz auch im Holzbau höchsten Ansprüchen genügen kann.

Brandschutztechnische Grundlagen stehen im Fokus des am 1. August startenden Verbundprojekts „TIMpuls“, welches von der TU München koordiniert und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert wird. Wissenschaftlich fundierte Kenntnisse sollen dabei helfen, die baurechtlichen Restriktionen für den mehrgeschossigen Holzbau zu überwinden. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung „Charta für Holz 2.0“ überreichte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt Ende April den Förderbescheid für das Vorhaben.

25jähriges Jubiläum C.A.R.M.E.N. Symposium

C.A.R.M.E.N. e.V., das Centrale Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk, ist ein eingetragener Verein mit dem Status der Gemeinnützigkeit und wurde 1992 auf Betreiben des Bayerischen Landtags gegründet.

Das C.A.R.M.E.N.-Symposium ist fester Bestandteil im C.A.R.M.E.N.-Jahr. Im Wechsel findet das Symposium in Würzburg und in Straubing statt. Die zweitägige Veranstaltung findet am 10./11 Juli 2017 im Hotel ASAM in Straubing statt. C.A.R.M.E.N greift die aktuellen Entwicklungen und brennenden Themen im Bereich Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien auf. Den Teilnehmern wird an diesen zwei Tagen eine Vielfalt an Vorträgen und reichlich Gelegenheit zum fachlichen Austausch geboten.

Symposium C.A.R.M.E.N.: Watt, Wärme, Werkstoffe – smart & sauber

Programmübersicht für Montag, 10. Juli 2017
Vormittag
• 25 Jahre C.A.R.M.E.N. e.V.
• Fachplenum
25 Jahre C.A.R.M.E.N.
C.A.R.M.E.N. Symposium 2017 in Straubing
Nachmittag
• EEG 2017 – Rahmenbedingungen und Geschäftsmodelle
• Klima- und Umweltschutz erreicht alle – Möglichkeiten einer erfolgreichen Kommunikation
• Mikroplastik in der Umwelt – Wendepunkt im Plastikzeitalter?
• Innovative Finanzierungskonzepte für EE-Projekte
Abendveranstaltung im Ballsaal des Hotel ASAM
• Festvorträge von Staatsministerin Ilse Aigner und Staatsminister Helmut Brunner sowie Preisverleihung
• Bühnenprogramm zu 25 Jahre C.A.R.M.E.N. e.V.
Programmübersicht für Dienstag, 11. Juli 2017
Vormittag
• Photovoltaik, Wärmepumpe und Speicher – eine erfolgreiche Kombination
• Gärproduktaufbereitung
• Smaffizienz – Potentiale des intelligenten Wohnens
• Ökologische Stadtquartiere
Nachmittag
• Trends für die Mobilität
• Entwicklungen im Wärmesektor
• IT-Sicherheit in der Energiewende
• Von Biogasanlagen zu Bioraffinerien

Ökologische Stadtquartiere München in Holzbauweise

Veranstaltung am Dienstag, den 11. Juli 2017 ab 10 Uhr
Moderation: Oliver Heiss, Bayerische Architektenkammer, München
10:00 Uhr
Fachexperte: Josef Huber, Huber & Sohn GmbH & Co. KG, Bachmehring
10:30 Uhr
Potenziale der Gebäudebegrünung – Motivation aus Sicht der Stadtplanung, Eigentümer und Nutzer
Referent: Sebastian Gardt, GreenCity e.V., München
11:00 Uhr
Modellprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung
Referent: Wolf Opitsch, Stadt München
11:30 Uhr
Vorstellung des ecoQuartiers Pfaffenhofen: Idee, Konzept und Realisierung
Referent: Markus Pscheidl, ecoQuartier Pfaffenhofen GmbH & Co. KG

Bauen mit Holz – deutscher Holzbaupreis 2017

Bauen mit Holz liegt im Trend. Mit Eröffnung der LIGNA 2017  in Hannover – die internationale Leitmesse für Forst- und Holzwirtschaft, wurde ein renommierter Architekturpreis vergeben. Die Messe ist eine eindrucksvolle Präsentation für Maschinen und Anlagen, die für die Holzverarbeitung notwendig sind. Der deutsche Holzbaupreis 2017 dokumentiert und macht deutlich, welchen Stellenwert das ästhetisch und konstruktiv anspruchsvolle Bauen mit Holz mittlerweile hat.

Der deutsche Holzbaupreis ist die wichtigste nationale Auszeichnung für das Bauen mit Holz. Der Preis wird seit 2003 alle zwei Jahre verliehen. Eine Fachjury bewertete mehr als 200 Arbeiten, die von Neubauten über Gebäudesanierungen bis zu Produktentwicklungen reichen. Dementsprechend wird der Preis in drei Kategorien ausgelobt: Neubau, Bauen im Bestand sowie Komponenten/Konzepte. Die Jury entschied diesmal jedoch, zwei Neubauten und zwei konzeptionelle Arbeiten auszuzeichnen.

Bauen mit Holz
Bauen mit Holz – Plusenergiebauweise Schmuttertal Gymnasium Diedorf

Ausgezeichnet wurden folgende vier Holzbau-Projekte:

  • Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf, Hermann Kaufmann ZT und Florian Nagler Architekten, ARGE Diedorf (München)
  • Sporthalle in Haiming, Almannai Fischer Architekten (München) und Harald Fuchshuber (Altötting)
  • Aktivhaus-Serie 700 in Winnenden, Werner Sobek (Stuttgart)
  • Stuttgarter Holzbrücke, Konzeptstudie, Materialprüfanstalt Universität Stuttgart, Schaffitzel Holzbau (Schwäbisch-Hall), Knippers Helbig Ingenieure (Stuttgart), Cheret Bozic Architekten (Stuttgart)

Mit dem Schulbau in Diedorf bei Augsburg – die bislang größte deutsche Schule in Holz-Plusenergiebauweise – konnten Florian Nagler Architekten, München, als Teil einer ARGE ihre Erfolgsserie beim Holzbaupreis fortsetzen. Ebenfalls in Bayern ist die bereits häufig publizierte Sporthalle von Almannai Fischer Architekten und Harald Fuchshuber in der 2400-Seelen-Gemeinde Haiming. Das Projekt zeigt eindrucksvoll und ist ein Beleg dafür, was auch mit überschaubarem Budget beim Bauen mit Holz machbar ist.

Bauen mit Holz spiegelt Ingenieursbaukunst wieder

Die beiden konzeptionellen Arbeiten spiegeln erstens tagesaktuelle Herausforderungen und zweitens klassische Konstruktionsaufgaben der Ingenieursbaukunst wider. Die modular organisierte Aktivhaus-Serie 700 von Werner Sobek, Architekt aus Stuttgart,  entstand als Antwort auf die Herausforderungen der aktuellen Flüchtlingsbewegungen. Eine erste Realisierung in Winnenden macht das von ihm entwickelte System greifbar. Die Jury lobt: „Die vollmodulare, industriell gefertigte Aktivhausserie zeichnet sich durch eine herausragende Konzeption, durchdachte minimalistische Gestaltung und flexible Nutzungsmöglichkeiten aus.“

Bauen mit Holz
Aktivhaus-Module von Architekt Werner Sobek

Die Ergebnisse einer echten interdisziplinären Teamarbeit kann man beim Konzept „Stuttgarter Holzbrücke“ bewundern. Die Materialprüfanstalt der Universität Stuttgart, die Schaffitzel Holzbau GmbH aus Schwäbisch-Hall, Knippers Helbig Ingenieure aus Stuttgart und Cheret Bozic Architekten, ebenfalls aus Stuttgart, sind für das Konzept einer Fuß- und Radwegbrücke verantwortlich. Der Jury gefiel vor allem daran, dass auch „die wichtigen Aspekte des konstruktiven Holzschutzes bis hin zu einem qualitätssichernden Monitoring für ein frei bewittertes Holzbauwerk berücksichtigt“ wurden.

Naturbaustoffe: Hausbau als CO2-Speicher

Der Hausbau als CO2-Speicher. Es wird Zeit für einen Wandel in der Baukultur. Mit der bisherigen konventionellen Bauweise mit Stahl und Beton, Klinker, Dämmung aus Mineralwolle oder Polystyrol, mit PVC wird der Klimawandel nicht aufzuhalten sein. Der Bausektor hat einen erheblichen Anteil am Klimawandel.

Der Verbund der Naturbaustoffhändler „Ökoplus“ bringt diverse Akteure zusammen, um eine Diskussion um Klimaschutz und Naturbaustoffe anzuschieben. Die Deutsche Umwelthilfe ist mit einem Beitrag zum Thema „Nachhaltig Sanieren mit Naturdämmstoffen – Vorurteile abbauen und Potenziale aufzeigen“ vertreten. Diese laden zu einem Kongress in Berlin ein:

„Naturbau: Von der Nische zum Massenmarkt – Häuser als CO2-Speicher“

6. Mai 2017, Ort: Almodóvar Hotel, Boxhagener Straße 83, 10245 Berlin. Interessenten melden Sie vorher per E-Mail bei Ökoplus: E-Mail: info@oekoplus.de unter Angabe des Namens, der Firma, der Adresse und E-Mail Adresse an. Die Teilnehmegebühr inklusive Mittagsimbiss, Kaffee und Getränken beträgt 60 € inkl. MwSt.

Umweltfreundliche Baustoffe sind Voraussetzung

Es braucht deshalb unbedingt Baumaterialien, die CO2 speichern können und damit als CO2-Speicher fungieren. Baustoffe, die mit geringem Energieaufwand erzeugt und verbaut werden können. Umweltfreundliche, wohngesunde und bezahlbare Baustoffe, mit denen energiesparende Häuser gebaut werden können, sind die Zukunft. Längst gibt es die dafür notwendigen Materialien und Bauweisen. Die Alternativen sind erprobt, technisch und ästhetisch auf hohem Niveau, ausreichend vorhanden und bezahlbar.

CO2-Speicher
Holz ist Baustoff, Dämmstoff und CO2-Speicher im Hausbau und beim nachhaltigen Sanieren

Auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Bauweise

Mit der Konferenz zeigt der Fachhandelsverband Ökoplus, warum eine andere Bauweise notwendig ist und welche Möglichkeiten der Umsetzung es gibt. Wir wollen über gesellschaftliche Widerstände sprechen und über Möglichkeiten der Förderung von Naturbaustoffen, die derzeit durch viele Regulierungen ausgebremst werden. Um den Wandel im Baubereich hin zu einer zukunftsfähigen Bauweise bewältigen zu können, wird dagegen eine effektive Förderung benötigt und andere Regulierungen.

Holz als CO2-Speicher für den Klimaschutz

Wer dauerhaft das Klima schützen will, kommt bei der Sanierung und beim Hausbau nicht an Naturbaustoffen vorbei. Kein anderer Baustoff kann während seines Wachstums das klimaschädliche CO2 aufnehmen und für eine lange Verwendungsdauer als Baustoff einlagern, urteilt der Fachexperte Sigurd Maier, Inhaber des Ratgeber-Portales für Holzhäuser und den Holzbau, Holzbauwelt.de. Holz als CO2-Speicher hilft die langfristigen Kimschutzziele der Bundesregierung Deutschland zu sichern.

Holz schützt das Klima – Holzprodukte sind klimafreundlich

Holz und Holzprodukte benötigen für die Entstehung kaum Energie, bei Transport und Verarbeitung ist Holz ein positiver Vorreiter unter den Baustoffen. Als bedeutendster nachwachsenden Rohstoff liefert Holz für den Baubereich hochwertige Holzprodukte wie z.B. Konstruktionsvollholz, Brettschichtholz für den Einfamilienhausbau und den mehrgeschossigen Holzbau, als auch für Holzhäuser und den Innenausbau.

Der Wald trägt zum Schutz von Klima, Wasser und Boden bei, ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen, bietet Raum für Erholung und Naturerleben. Deutschland ist mit 11,4 Millionen Hektar zu einem Drittel bewaldet. Die dritte Bundeswaldinventur (BWI) liefert erfreuliche Nachrichten: Unsere Waldfläche ist konstant geblieben. Es wächst mehr Holz nach, als wir nutzen. Zudem haben wir mehr davon als jedes andere Land der Europäischen Union. Der Vorrat im Wald ist trotz hoher Nutzung auf 3,7 Milliarden Kubikmeter angestiegen. 90 Milliarden alte und junge Fichten, Kiefern, Buchen, Eichen und seltenere Baumarten prägen das Gesicht des deutschen Waldes. Der Anteil der Laubbäume ist gestiegen. Die Wälder sind vielfältiger und naturnäher strukturiert. Wir finden mehr Totholz – eine wichtige Grundlage für Biodiversität.

 

Holzprodukte

Holzprodukte als Klimaschützer

Bäume speichern im Rahmen der Photosynthese Kohlenstoff und geben Sauerstoff ab. Der Kohlenstoff bleibt so lange im Holz gespeichert, bis es verbrannt wird oder verrottet. Erst dann wird der Kohlenstoff wieder frei und verbindet sich mit dem Sauerstoff der Luft zum Treibhausgas CO2. Deshalb spricht man beim Bauen mit hoher Holzverwendung vom klimaneutralen Bauen. Durch einen erhöhten CO2-Anteil erwärmt sich die Erdatmosphäre. Betroffen ist jeder Einzelne von uns – extreme Wetterkapriolen wie Hitzewellen, Starkregen oder sonstige Unwetter machen auch vor Deutschland nicht Halt. Ein wichtiger Faktor, um dieser Entwicklung entgegen zu steuern, sind der nachhaltig bewirtschaftete Wald und die daraus gewonnenen Holzprodukte.

Es wächst mehr Wald nach als verbraucht wird

Die Waldfläche hat sich zwischen 2002 und 2012 nur wenig verändert. Einem Waldverlust von 58.000 Hektar stehen 108.000 Hektar neuer Wald gegenüber. In der Summe hat die Waldfläche um 0,4 % oder 50.000 Hektar zugenommen. Gegenwärtig prägen Fichten, Kiefern, Buchen und Eichen auf insgesamt 73 % des Holzbodens das Gesicht unserer Wälder. In Deutschlands Wäldern gibt es wieder mehr Laubbäume. Aktuell haben sie einen Anteil von 43 % des Holzbodens. „Brotbaum“ der deutschen Forstwirtschaft, so wird die Fichte auch genannt. Sie wächst vergleichsweise schnell und verfügt über vorzügliche Holzeigenschaften.
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