25jähriges Jubiläum C.A.R.M.E.N. Symposium

C.A.R.M.E.N. e.V., das Centrale Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk, ist ein eingetragener Verein mit dem Status der Gemeinnützigkeit und wurde 1992 auf Betreiben des Bayerischen Landtags gegründet.

Das C.A.R.M.E.N.-Symposium ist fester Bestandteil im C.A.R.M.E.N.-Jahr. Im Wechsel findet das Symposium in Würzburg und in Straubing statt. Die zweitägige Veranstaltung findet am 10./11 Juli 2017 im Hotel ASAM in Straubing statt. C.A.R.M.E.N greift die aktuellen Entwicklungen und brennenden Themen im Bereich Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien auf. Den Teilnehmern wird an diesen zwei Tagen eine Vielfalt an Vorträgen und reichlich Gelegenheit zum fachlichen Austausch geboten.

Symposium C.A.R.M.E.N.: Watt, Wärme, Werkstoffe – smart & sauber

Programmübersicht für Montag, 10. Juli 2017
Vormittag
• 25 Jahre C.A.R.M.E.N. e.V.
• Fachplenum
25 Jahre C.A.R.M.E.N.
C.A.R.M.E.N. Symposium 2017 in Straubing
Nachmittag
• EEG 2017 – Rahmenbedingungen und Geschäftsmodelle
• Klima- und Umweltschutz erreicht alle – Möglichkeiten einer erfolgreichen Kommunikation
• Mikroplastik in der Umwelt – Wendepunkt im Plastikzeitalter?
• Innovative Finanzierungskonzepte für EE-Projekte
Abendveranstaltung im Ballsaal des Hotel ASAM
• Festvorträge von Staatsministerin Ilse Aigner und Staatsminister Helmut Brunner sowie Preisverleihung
• Bühnenprogramm zu 25 Jahre C.A.R.M.E.N. e.V.
Programmübersicht für Dienstag, 11. Juli 2017
Vormittag
• Photovoltaik, Wärmepumpe und Speicher – eine erfolgreiche Kombination
• Gärproduktaufbereitung
• Smaffizienz – Potentiale des intelligenten Wohnens
• Ökologische Stadtquartiere
Nachmittag
• Trends für die Mobilität
• Entwicklungen im Wärmesektor
• IT-Sicherheit in der Energiewende
• Von Biogasanlagen zu Bioraffinerien

Ökologische Stadtquartiere München in Holzbauweise

Veranstaltung am Dienstag, den 11. Juli 2017 ab 10 Uhr
Moderation: Oliver Heiss, Bayerische Architektenkammer, München
10:00 Uhr
Fachexperte: Josef Huber, Huber & Sohn GmbH & Co. KG, Bachmehring
10:30 Uhr
Potenziale der Gebäudebegrünung – Motivation aus Sicht der Stadtplanung, Eigentümer und Nutzer
Referent: Sebastian Gardt, GreenCity e.V., München
11:00 Uhr
Modellprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung
Referent: Wolf Opitsch, Stadt München
11:30 Uhr
Vorstellung des ecoQuartiers Pfaffenhofen: Idee, Konzept und Realisierung
Referent: Markus Pscheidl, ecoQuartier Pfaffenhofen GmbH & Co. KG

Bauen mit Holz – deutscher Holzbaupreis 2017

Bauen mit Holz liegt im Trend. Mit Eröffnung der LIGNA 2017  in Hannover – die internationale Leitmesse für Forst- und Holzwirtschaft, wurde ein renommierter Architekturpreis vergeben. Die Messe ist eine eindrucksvolle Präsentation für Maschinen und Anlagen, die für die Holzverarbeitung notwendig sind. Der deutsche Holzbaupreis 2017 dokumentiert und macht deutlich, welchen Stellenwert das ästhetisch und konstruktiv anspruchsvolle Bauen mit Holz mittlerweile hat.

Der deutsche Holzbaupreis ist die wichtigste nationale Auszeichnung für das Bauen mit Holz. Der Preis wird seit 2003 alle zwei Jahre verliehen. Eine Fachjury bewertete mehr als 200 Arbeiten, die von Neubauten über Gebäudesanierungen bis zu Produktentwicklungen reichen. Dementsprechend wird der Preis in drei Kategorien ausgelobt: Neubau, Bauen im Bestand sowie Komponenten/Konzepte. Die Jury entschied diesmal jedoch, zwei Neubauten und zwei konzeptionelle Arbeiten auszuzeichnen.

Bauen mit Holz
Bauen mit Holz – Plusenergiebauweise Schmuttertal Gymnasium Diedorf

Ausgezeichnet wurden folgende vier Holzbau-Projekte:

  • Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf, Hermann Kaufmann ZT und Florian Nagler Architekten, ARGE Diedorf (München)
  • Sporthalle in Haiming, Almannai Fischer Architekten (München) und Harald Fuchshuber (Altötting)
  • Aktivhaus-Serie 700 in Winnenden, Werner Sobek (Stuttgart)
  • Stuttgarter Holzbrücke, Konzeptstudie, Materialprüfanstalt Universität Stuttgart, Schaffitzel Holzbau (Schwäbisch-Hall), Knippers Helbig Ingenieure (Stuttgart), Cheret Bozic Architekten (Stuttgart)

Mit dem Schulbau in Diedorf bei Augsburg – die bislang größte deutsche Schule in Holz-Plusenergiebauweise – konnten Florian Nagler Architekten, München, als Teil einer ARGE ihre Erfolgsserie beim Holzbaupreis fortsetzen. Ebenfalls in Bayern ist die bereits häufig publizierte Sporthalle von Almannai Fischer Architekten und Harald Fuchshuber in der 2400-Seelen-Gemeinde Haiming. Das Projekt zeigt eindrucksvoll und ist ein Beleg dafür, was auch mit überschaubarem Budget beim Bauen mit Holz machbar ist.

Bauen mit Holz spiegelt Ingenieursbaukunst wieder

Die beiden konzeptionellen Arbeiten spiegeln erstens tagesaktuelle Herausforderungen und zweitens klassische Konstruktionsaufgaben der Ingenieursbaukunst wider. Die modular organisierte Aktivhaus-Serie 700 von Werner Sobek, Architekt aus Stuttgart,  entstand als Antwort auf die Herausforderungen der aktuellen Flüchtlingsbewegungen. Eine erste Realisierung in Winnenden macht das von ihm entwickelte System greifbar. Die Jury lobt: „Die vollmodulare, industriell gefertigte Aktivhausserie zeichnet sich durch eine herausragende Konzeption, durchdachte minimalistische Gestaltung und flexible Nutzungsmöglichkeiten aus.“

Bauen mit Holz
Aktivhaus-Module von Architekt Werner Sobek

Die Ergebnisse einer echten interdisziplinären Teamarbeit kann man beim Konzept „Stuttgarter Holzbrücke“ bewundern. Die Materialprüfanstalt der Universität Stuttgart, die Schaffitzel Holzbau GmbH aus Schwäbisch-Hall, Knippers Helbig Ingenieure aus Stuttgart und Cheret Bozic Architekten, ebenfalls aus Stuttgart, sind für das Konzept einer Fuß- und Radwegbrücke verantwortlich. Der Jury gefiel vor allem daran, dass auch „die wichtigen Aspekte des konstruktiven Holzschutzes bis hin zu einem qualitätssichernden Monitoring für ein frei bewittertes Holzbauwerk berücksichtigt“ wurden.

Naturbaustoffe: Hausbau als CO2-Speicher

Der Hausbau als CO2-Speicher. Es wird Zeit für einen Wandel in der Baukultur. Mit der bisherigen konventionellen Bauweise mit Stahl und Beton, Klinker, Dämmung aus Mineralwolle oder Polystyrol, mit PVC wird der Klimawandel nicht aufzuhalten sein. Der Bausektor hat einen erheblichen Anteil am Klimawandel.

Der Verbund der Naturbaustoffhändler „Ökoplus“ bringt diverse Akteure zusammen, um eine Diskussion um Klimaschutz und Naturbaustoffe anzuschieben. Die Deutsche Umwelthilfe ist mit einem Beitrag zum Thema „Nachhaltig Sanieren mit Naturdämmstoffen – Vorurteile abbauen und Potenziale aufzeigen“ vertreten. Diese laden zu einem Kongress in Berlin ein:

„Naturbau: Von der Nische zum Massenmarkt – Häuser als CO2-Speicher“

6. Mai 2017, Ort: Almodóvar Hotel, Boxhagener Straße 83, 10245 Berlin. Interessenten melden Sie vorher per E-Mail bei Ökoplus: E-Mail: info@oekoplus.de unter Angabe des Namens, der Firma, der Adresse und E-Mail Adresse an. Die Teilnehmegebühr inklusive Mittagsimbiss, Kaffee und Getränken beträgt 60 € inkl. MwSt.

Umweltfreundliche Baustoffe sind Voraussetzung

Es braucht deshalb unbedingt Baumaterialien, die CO2 speichern können und damit als CO2-Speicher fungieren. Baustoffe, die mit geringem Energieaufwand erzeugt und verbaut werden können. Umweltfreundliche, wohngesunde und bezahlbare Baustoffe, mit denen energiesparende Häuser gebaut werden können, sind die Zukunft. Längst gibt es die dafür notwendigen Materialien und Bauweisen. Die Alternativen sind erprobt, technisch und ästhetisch auf hohem Niveau, ausreichend vorhanden und bezahlbar.

CO2-Speicher
Holz ist Baustoff, Dämmstoff und CO2-Speicher im Hausbau und beim nachhaltigen Sanieren

Auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Bauweise

Mit der Konferenz zeigt der Fachhandelsverband Ökoplus, warum eine andere Bauweise notwendig ist und welche Möglichkeiten der Umsetzung es gibt. Wir wollen über gesellschaftliche Widerstände sprechen und über Möglichkeiten der Förderung von Naturbaustoffen, die derzeit durch viele Regulierungen ausgebremst werden. Um den Wandel im Baubereich hin zu einer zukunftsfähigen Bauweise bewältigen zu können, wird dagegen eine effektive Förderung benötigt und andere Regulierungen.

Holz als CO2-Speicher für den Klimaschutz

Wer dauerhaft das Klima schützen will, kommt bei der Sanierung und beim Hausbau nicht an Naturbaustoffen vorbei. Kein anderer Baustoff kann während seines Wachstums das klimaschädliche CO2 aufnehmen und für eine lange Verwendungsdauer als Baustoff einlagern, urteilt der Fachexperte Sigurd Maier, Inhaber des Ratgeber-Portales für Holzhäuser und den Holzbau, Holzbauwelt.de. Holz als CO2-Speicher hilft die langfristigen Kimschutzziele der Bundesregierung Deutschland zu sichern.

Holz schützt das Klima – Holzprodukte sind klimafreundlich

Holz und Holzprodukte benötigen für die Entstehung kaum Energie, bei Transport und Verarbeitung ist Holz ein positiver Vorreiter unter den Baustoffen. Als bedeutendster nachwachsenden Rohstoff liefert Holz für den Baubereich hochwertige Holzprodukte wie z.B. Konstruktionsvollholz, Brettschichtholz für den Einfamilienhausbau und den mehrgeschossigen Holzbau, als auch für Holzhäuser und den Innenausbau.

Der Wald trägt zum Schutz von Klima, Wasser und Boden bei, ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen, bietet Raum für Erholung und Naturerleben. Deutschland ist mit 11,4 Millionen Hektar zu einem Drittel bewaldet. Die dritte Bundeswaldinventur (BWI) liefert erfreuliche Nachrichten: Unsere Waldfläche ist konstant geblieben. Es wächst mehr Holz nach, als wir nutzen. Zudem haben wir mehr davon als jedes andere Land der Europäischen Union. Der Vorrat im Wald ist trotz hoher Nutzung auf 3,7 Milliarden Kubikmeter angestiegen. 90 Milliarden alte und junge Fichten, Kiefern, Buchen, Eichen und seltenere Baumarten prägen das Gesicht des deutschen Waldes. Der Anteil der Laubbäume ist gestiegen. Die Wälder sind vielfältiger und naturnäher strukturiert. Wir finden mehr Totholz – eine wichtige Grundlage für Biodiversität.

 

Holzprodukte

Holzprodukte als Klimaschützer

Bäume speichern im Rahmen der Photosynthese Kohlenstoff und geben Sauerstoff ab. Der Kohlenstoff bleibt so lange im Holz gespeichert, bis es verbrannt wird oder verrottet. Erst dann wird der Kohlenstoff wieder frei und verbindet sich mit dem Sauerstoff der Luft zum Treibhausgas CO2. Deshalb spricht man beim Bauen mit hoher Holzverwendung vom klimaneutralen Bauen. Durch einen erhöhten CO2-Anteil erwärmt sich die Erdatmosphäre. Betroffen ist jeder Einzelne von uns – extreme Wetterkapriolen wie Hitzewellen, Starkregen oder sonstige Unwetter machen auch vor Deutschland nicht Halt. Ein wichtiger Faktor, um dieser Entwicklung entgegen zu steuern, sind der nachhaltig bewirtschaftete Wald und die daraus gewonnenen Holzprodukte.

Es wächst mehr Wald nach als verbraucht wird

Die Waldfläche hat sich zwischen 2002 und 2012 nur wenig verändert. Einem Waldverlust von 58.000 Hektar stehen 108.000 Hektar neuer Wald gegenüber. In der Summe hat die Waldfläche um 0,4 % oder 50.000 Hektar zugenommen. Gegenwärtig prägen Fichten, Kiefern, Buchen und Eichen auf insgesamt 73 % des Holzbodens das Gesicht unserer Wälder. In Deutschlands Wäldern gibt es wieder mehr Laubbäume. Aktuell haben sie einen Anteil von 43 % des Holzbodens. „Brotbaum“ der deutschen Forstwirtschaft, so wird die Fichte auch genannt. Sie wächst vergleichsweise schnell und verfügt über vorzügliche Holzeigenschaften.

Internationale Holzbauexperten mit Leidenschaft

Ein Blick über die Landesgrenze nach Österreich. Drei international renommierte Holzbauexperten sprachen darüber, wie „Holz die Welt verändern“ kann. Mit über 160 Teilnehmern war die Aula der TU Graz bis auf den letzten Platz gefüllt.

Drei internationale Holzbauexperten zu Gast in Graz

Nicht allzu oft kommt es vor, dass gleich drei Koryphäen im Holzbau auf einer Bühne stehen. proHolz Steiermark ist, in Kooperation mit dem Institut der Architekturtechnologie (TU Graz), genau das gelungen. Mit den Holzbauexperten DI Hermann Blumer, Arch. DI Reinhard Kropf und DI Samuel Blumer vermittelten Bauingenieur, Architekt und Visionär einem interessierten Publikum ihre Leidenschaft für den Holzbau.

Holzbauexperten
Holzbauexperten setzen auf neue und moderne Holzbaukonstruktionen

„Holz kann zum Stoff der Welt werden, wenn die Menschheit damit geschickt umgeht.“

Dass Hermann Blumer weiß, wie man mit dem Werkstoff Holz geschickt umgeht, hat der Holzbauvisionär in zahlreichen richtungsweisenden Holzbauten bereits bewiesen. Mit kleinen Anekdoten und feinsinnigem Humor gab er Einblick in seine Arbeit und zeigte anhand von Beispielen aus aller Welt, welche Möglichkeiten und Potenziale der moderne Holzbau heute bietet. Es brauche oft Teamgeist, Kreativität und kühne Ideen, um außergewöhnliche Holzkonstruktionen zu realisieren und damit zu beweisen, dass mit Holz sehr viel möglich ist, so Blumer. Neben den außergewöhnlichen Konstruktionen und der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeit sei es vor allem der ökologische Aspekt, der eindeutig für das Holz spräche. „Zwei Drittel aller Ressourcen der Erde werden im Baugewerbe verbraucht. Dabei hat Holz den unschlagbaren Vorteil, dass es einfach so vor unserer Haustüre nachwächst und Kohlendioxid bindet“, so der Experte.

Holzarchitektur und herausfordernde Holzkonstruktionen

„NEIN“ – Noch Ein Input Nötig

Einblicke in die neue Holzarchitektur Norwegens gab Reinhard Kropf. Der gebürtige Grazer und Architekturabsolvent der TU Graz gilt mit seinem Büro Helen & Hard, Stavanger/NOR, als einer der Vorreiter beim Bauen mit Holz. Projekte wie die Bibliothek in Vennesla oder der Eingangsbereich des I-Parks in Stavanger gehören zu seinen Referenzen. Ideen für die Formgebung seiner Planungen holt er sich gerne aus der Natur, doch nicht immer sind die Bauherren von seinem Ansatz überzeugt: „Es steckt leider noch immer viel zu viel Arbeit dahinter, den Bauherren vom ökologischen Baustoff Holz zu überzeugen. Aber ich habe auch von Hermann (Blumer) gelernt, dass ein „NEIN“ vom Kunde übersetzt so viel bedeutet wie: Noch Ein Input Nötig.“ In vielen seiner Projekte hat dieses „Mehr“ an Input zu neuen, innovativen Verbindungstechniken und Konstruktionen geführt und damit den Holzbau weiter vorangetrieben.

Geht nicht – gibt`s nicht

Komplexe Architektur in Holz umzusetzen ist das Steckenpferd von Samuel Blumer, einem weiteren Holzbauexperten. Dabei reichen „herkömmliche“ Lösungen oft nicht aus, um den Wünschen des Architekten nachzukommen. Daher arbeitet Samuel Blumer mit seinem Büro stetig daran Holzkonstruktionen immer weiter zu optimieren. Ein Beispiel dafür ist der Bau einer Holzkirche in Deutschland, wo es gelungen ist aus einem ursprünglichen Knotenpunkt aus Stahl eine innovative Lösung aus Holz zu konstruieren. Auch bei Projekten wie dem Hangar in Eschbach oder dem I-Park in Stavanger konnte außergewöhnliche Architektur durch neue Lösungsansätze in der Holzkonstruktion umgesetzt werden.

Bioökonomie mit Holz ist die Zukunft

Bioökonomie ist das neue Schlagwort des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) und die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR). Der Rohstoffgipfel und Sägewerkskongress am 12. und 13. Januar 2017 in Berlin war ideal: Er bot den Teilnehmern noch die Gelegenheit, in den Genuss der Architektur-Ausstellung „Bauen mit Holz“ zu kommen passend zum Schwerpunktthema von Rohstoffgipfel und Kongress: Holz für die Märkte der Zukunft.

„Einen besseren Veranstaltungsort als Berlin hätten wir in diesem Jahr nicht finden können, und das nicht nur auf Grund der Ausstellung ‚Bauen mit Holz’. Denn wenn man sich hier umsieht, erkennt man, dass in den Städten das Zukunftspotenzial unseres Werkstoffs liegt“, sagte DeSH-Präsident Carsten Doehring. Allein in der Bundeshauptstadt fehlen laut Prognose derzeit über 150 000 Wohnungen. Holz biete hier kreative und vielversprechende Lösungen, beispielsweise durch Aufstockung oder Lückenschlüsse.

Erstmals eröffnete Bundesforstminister Christian Schmidt (CSU) den Sägewerkskongress. Er beglückwünschte den Verband zum Veranstaltungsmotto „Ende der Steinzeit“ – es zeige Selbstbewusstsein und Zielorientierung. Der Minister stellte sich zudem hinter die Branche und bekräftigte, dass Klimaschutz durch Waldbewirtschaftung und nicht durch Flächenstilllegung erreicht werden kann. Die Sägeindustrie charakterisierte er als zentrales Bindeglied zwischen Wald und Holzverarbeitung sowie Motor für Wertschöpfung in ländlichen Regionen.

AGR-Rohstoffgipfel setzt auf Bioökonomie mit Holz

Neben den Themen Holzaufkommen, Zertifizierung und Logistik beschäftigte sich der AGR-Rohstoffgipfel besonders mit dem Aspekt Rohstoffeffizienz. Auf die Frage, wie Holz in der Kreislaufwirtschaft noch effizienter eingesetzt werden kann, bietet die Bioökonomie zukunftsträchtige Antworten. Der Gipfel mit dem Fokus „Holz für eine biobasierte Wirtschaft“ zeigte, welche Möglichkeiten innovative Holzprodukte schon heute bieten. Vor allem Holzfaser- und Hybridprodukte sorgen seit geraumer Zeit für neue Optionen und Dimensionen im Holzbau. Doch der Bausektor wird nicht der einzige Zukunftsmarkt für Holz bleiben: „Die Nutzung ist inzwischen sehr facettenreich und verbindet eine Vielzahl unterschiedlicher Disziplinen und Akteure, die wir zusammenbringen wollen“, erklärte AGR-Präsident Leonhard Nossol. Die Referenten aus Wissenschaft und Praxis machten sodann deutlich, dass die Anwendungsbereiche einer holzbasierten Bioökonomie weit über klassische Einsatzgebiete hinausgehen: Angefangen von Holzklebstoff über Bio-Kraftstoffe und Medikamente bis hin zur Verwendung in Nahrungsmitteln oder zur Produktion von Kleidung – überall können Holz fossile Rohstoffe ersetzen und damit eine tragende Rolle in der Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft einnehmen.

Bioökonomie mit Holz
Bioökonomie mit Holz ist die Zukunft

Die verschiedenen Interview- und Diskussionsformate der Veranstaltung zeigten aber auch: der Weg dahin ist noch lang. Damit die Potenziale einer holzbasierten Bioökonomie tatsächlich genutzt werden können, müssten sich einige Rahmenbedingungen ändern, forderten die Teilnehmer. Zum einen fehle es an Forschung und rechtlicher Gleichstellung von Holz mit anderen Materialien, zum anderen muss Holz in ausreichender Menge vorhanden sein, damit es umweltschädliche Rohstoffe ersetzen kann.

Nutzung von Holz ist CO2-Neutral

Engagiert und klar brachte der 17-jährige Louis Motaal von der Schülerinitiative Plant for the Planet bei der Eröffnung des Rohstoffgipfels auf den Punkt, warum die NGO Flächenstilllegungen nicht befürworten kann: „Ein Kubikmeter Holz speichert im Durchschnitt eine Tonne CO2. Wenn der Baum jetzt aber im Nationalpark steht, dann verrottet er und ein Großteil des CO2 geht wieder in die Atmosphäre. Das ist blöd für den Klimawandel.“

Nutzungseinschränkungen, die nicht nur in stillgelegten Nationalparks, sondern auch in Wirtschaftswäldern um sich greifen, würden die politische Zielsetzung der Bioökonomie ebenso konterkarieren wie der auf der Veranstaltung mehrfach kritisierte Waldumbau hin zu einem Übermaß an Laubholz. Derzeit sehen sich die meisten Unternehmen aufgrund der angespannten Ertragslage jedoch nicht in der Lage, innerbetrieblich zu neuen Einsatzgebieten von Holz zu forschen oder in innovative Verfahrenstechnik zu investieren – auch wenn eine höhere Wertschöpfung dringend nötig erscheint.

Verpackungssektor setzt auf Holz

Positiver gestaltete sich das Urteil über einen weiteren Zukunftsmarkt der Branche: den Verpackungssektor. Holzverpackung und Holzkisten nehmen im stetig wachsenden globalen Handel eine immer größere Bedeutung ein und verfügen aufgrund ihrer Flexibilität in der Fertigung sowie ihrer konstruktiven und ökologischen Vorteile über eine gute Perspektive. Mit der Nachfrage und der fortschreitenden Automatisierung hätten sich aber auch die Qualitätsanforderungen erhöht, bemerkten die Betriebe. Vor diesem Hintergrund gelte es, die Balance zwischen Kundenanforderungen und verfügbaren Holzqualitäten zu finden, um den Rohstoff Holz möglichst ressourceneffizient einzusetzen.

Holz ist die erneuerbare Energie aus dem Wald

Holz hat neben der hohen Bedeutung im Baubereich als konstruktiver Baustoff auch eine regionale Bedeutung im Wärmemarkt bei Holzfeuerungen. Holz gilt als er der einzige erneuerbare Energieträger, weil er nachwachsend ist.

Neben Sonnenkollektoren, Windrädern, Wärmepumpen und Wasserkraftwerken zählt auch Holz als CO2-neutraler Brennstoff zu den erneuerbaren Energien. Während Sonnen- und Wasserkraft insbesondere für die regenerative Stromerzeugung von Bedeutung sind, dominiert Brennholz den Wärmemarkt und ersetzt fossile Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl. Biomasse in Form von Brennholz stellt heute rund 80 Prozent der erneuerbaren Energien, die in Deutschland zur Wärmeerzeugung eingesetzt werden. Darauf macht der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V., der die Hersteller moderner Feuerstätten vertritt, aufmerksam.

In Form von Scheiten, Briketts und Pellets wird Holz insbesondere von Privathaushalten als CO2-neutraler Brennstoff genutzt. Hölzer, die bei der notwendigen Durchforstung der Wälder oder in Sägewerken als Nebenprodukt anfallen, stellen hierbei den weitaus größten Anteil. Im vergangenen Jahr wurden in den rund 11 Mio. privat genutzten Einzelraumfeuerstätten in Deutschland rund 17 Millionen Festmeter Holz zur Wärmeerzeugung verwendet. Hierdurch konnten rein rechnerisch 10 Mio. Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) vermieden werden. Der Grund: Bei der Verbrennung von Holz wird immer nur so viel Kohlendioxid abgegeben, wie der Baum zuvor beim Wachstum aufgenommen hat. Während also in den Kaminöfen, Kachelöfen, Heizkaminen oder Pelletöfen die Flammen lodern, wächst draußen im Wald die gleiche Menge und mehr Holz wieder nach – und bindet erneut große Mengen des Treibhausgases.

Nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes notwendig

Dass der Einsatz von Holz als Brennstoff nicht zu Lasten der Wälder geht, belegt die letzte Bundeswaldinventur aus dem Jahr 2014. Deren Ergebnis: Aktuell ist fast ein Drittel der Bundesrepublik mit Wald bedeckt, was einer Fläche von 11,4 Mio. Hektar entspricht. Und darin schlummern Holzvorräte von 3,7 Mrd. Kubikmetern – die größten in ganz Europa. Dabei ist der Holzvorrat in den letzten zehn Jahren sogar um sieben Prozent angestiegen und hat ein Rekordniveau, wie vor der Industrialisierung im 18. Jahrhundert, erreicht. Weitere Informationen unter www.ratgeber-ofen.de

 

Weltleitmesse BAU 2017 in München

Vom 16. – 21. Januar 217 öffnet die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, die BAU 2017 in München, für Besucher aus aller Welt. Das Planen und Bauen wird immer komplexer, anspruchsvoller. Globalisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel, Urbanisierung, Ressourcenverknappung, Energiewende, Energie- und Ressourceneffizienz, Recycling

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Brettsperrholz erfreut sich starker Nachfrage

Brettsperrholz (BSP oder X-Lam) ist ein flächiges, massives Holzprodukt für tragende Anwendungen. Die deutsche herstellerneutrale Bezeichnung für den leistungsfähigen Holzwerkstoff lautet Brettsperrholz. Im englischen heißt er Cross Laminated Timber (CLT oder auch X-Lam). Aus was besteht der Holz-Werkstoff?

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Holz der Alleskönner auf dem Bau

Ob als Baumaterial, zur Dämmung oder in der Wohnraumausstattung. Nachwachsende Rohstoffe bessern die Umweltbilanz auf, sind gesundheitsverträglich und überzeugen auch qualitativ. Seit der Erfindung der eigenen vier Wände nutzen Menschen Holz, Kork oder Stroh für den Hausbau. Nun …

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Holz entlastet das Klima erheblich von CO2

Wussten Sie, dass 1 Kubikmeter Holz die Atmosphäre um 1 Tonne CO2 entlastet? Kein anderer nachwachsender Rohstoff überzeugt durch seinen Footprint so sehr wie Holz. Bedingt durch den natürlichen Prozess der Photosynthese der Bäume im Wald bewirkt, dass in 1 Kubikmeter Holz Kohlen…

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Wein und Holz im modernen Holzbau vereint

Wenn es darum geht regionale Naturprodukte authentisch zu präsentieren, wie zum Beispiel im Weinbau, dann spielt der ebenfalls sehr authentische Baustoff Holz eine gute und glaubwürdige Rolle. Weingut Knauss in Strümpfe…

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Bauen mit Holz liegt im Trend

Der Trend mit Holz zu bauen hat sich weiter verfestigt. So teilt die Berufsorganisation Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes mit, dass sich in 2015 immerhin 16,1 % der Bauherren für ein Holzhaus entschieden haben. Auch die…

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Bauen mit Holz inspiriert viele Bauinteressenten

Wer sich heute seinen Traum vom Eigenheim verwirklichen möchte, kommt am Holzhausbau nicht mehr vorbei. Die Fertighaushersteller setzen vermehrt auf den Baustoff Holz. Zimmereien und Holzbaubetriebe in ganz Deutschland haben sich auf den Bau von energiesparenden Holzhäusern und G…

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Wohnraum für Flüchtlinge in Holzbauweise erstellen

Wohnraum für Flüchtlinge fehlt in vielen Städten und Gemeinden Deutschlands. Viele Kommunen in Süddeutschland sind derzeit gefordert, den Flüchtlingsstrom zu bewältigen und den Asylsuchenden eine ordentliche Unterkunft zu gewähren. Kurzfristig werden Container aufgestellt um die …

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