Bauen mit Holz ist Klimaschutz

Die bayerische Holzbaufachberatung wird künftig bei allen fachlichen Fragen rund um das Zukunftsthema Bauen mit Holz künftigen Baufamilien und Investoren zur Seite stehen. Diese neue Serviceeinrichtung ist Teil der bayerischen Holzbauoffensive.

„Heimisches Holz ist der umwelt- und klimafreundlichste aller Baustoffe. Deshalb haben wir uns als Staatsregierung das Ziel gesetzt, Bauen mit Holz in Bayern weiter voranzubringen. Das neue Angebot der Holzbaufachberatung ist dafür ein wichtiger Baustein. Wir setzen gezielt da an, wo die Entscheidung für oder gegen den klimafreundlichen Öko-Rohstoff getroffen wird“, sagte Forstministerin Michaela Kaniber anlässlich des Besuches beim Holzbauunternehmens Gumpp & Maier in Binswangen Ende August 2021.

Das Land Bayern will den Holzbau weiter voranbringen

Deswegen wolle die Bayerische Staatsregierung Bauen mit Holz weiter voranbringen. Wie das funktionieren soll, und warum das sinnvoll ist, erklärte die Ministerin beim Holzbauunternehmen Gumpp und Maier – dessen Chef Alexander Gumpp sie als „Pionier des modernen Holzbaus“ bezeichnete.

Bauen mit Holz
Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber beim Besuch von Gumpp & Maier in Binswangen. Foto: Homann

Die Forst- und Holzwirtschaft sei daher aufgerufen, ihr Möglichstes zu tun, um den Klimawandel zu bremsen. Eine Lösung sei der klimaneutrale Öko-Rohstoff Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Holz wächst nach und ist daher klimaneutral. Zudem werde auch in trockenem Bauholz Kohlenstoffdioxid gespeichert. So verringere ein Holzhaus den CO2-Gehalt in der Atmosphäre.

Kurz: „Bauen mit Holz ist tatsächlich aktiver Klimaschutz. Und kraft m.eines Amtes darf ich voll fürs Holz sprechen“, erklärte die 43-jährige Ministerin. Ehrlicherweise müsse man hinzufügen, dass aktuell ein Drittel des globalen CO2-Ausstoßes von der Bauwirtschaft stamme.

Bauen mit Holz ist klimaneutral und liegt im Trend

Bayern soll nun zum Holzbau- und Klimaschutzland Nummer eins werden. Einen Weg dorthin zeigte Firmenchef Alexander Gumpp einem großen Trupp Besucherinnen und Besuchern, darunter Landrat Leo Schrell, Landtagsabgeordneter Johann Häusler, Binswangens Bürgermeister Anton Winkler, Vertreter von Holzbau, Architektur, dem Bündnis pro Holz Bayern und dem Cluster Forst und Holz (dessen Sprecher A. Gumpp ist), in seinem Unternehmen. „Sie werden sehen, was in der Industrie als 4.0 bezeichnet wird“, versprach er vorab.

Doch modernste Maschinen und Technologien seien nichts wert ohne die „großartigen“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vom Lehrling bis zum Ingenieur. Weil sie das Rückgrat der Firma sind, sei die oberste gesellschaftliche Aufgabe, junge Menschen auszubilden und im Beruf Tätige weiterzuqualifizieren. Das duale Bildungssystem sei der weltweit größte Wettbewerbsvorsprung – entsprechend gelte bei Gumpp und Maier: Zehn Prozent der Mitarbeiter von Gumpp & Maier sind Auszubildende.

Die Basis des modernen Holzbaus, so erklärte es Gumpp bei der anschließenden Führung, seien für jedes Projekt individuelle 3D-Modelle . Daraus wiederum werden Datensätze für die Maschinenproduktion generiert. Zwingend sei zudem ein hoher Vorfertigungsgrad. „Alles auf der Baustelle zu fertigen, ist auch Holzbau – aber nicht modern.“

Bauen mit Holz
Moderne Holzbau-Fertigungslinie der Gumpp & Maier GmbH in Binswangen.

Ein hoher Vorfertigungsgrad bedeute, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gute Arbeitsbedingungen haben, weil sie unter Dach bei gleichbleibenden Temperaturen tätig sind. Und wer so arbeite, liefere auch gute Qualität. Ein anderer Punkt, der dem Unternehmer wichtig ist: Käferholz kann problemlos verbaut werden. „Wo es nicht sichtbar ist, ist es egal, ob wir Frisch- oder Käferholz verwenden, weil das exakt die gleichen Anforderungen erfüllt.“ Holz sei der einzige Rohstoff, der in Bayern in nennenswerter Menge vorkommt, wachse nach und wirke während der Nutzung sogar als Kohlenstoffsenke.

Holzbau-Offensive der bayerischen Staatsregierung

Der Holzbau soll jetzt einen ganz neuen Schub kriegen. Die Initiative dafür hatte zuvor Forstministerin Kaniber vorgestellt. Dazu gehört unter anderem ein Förderprogramm für den mehrgeschossigen Holzbau, weil dort das Potenzial am größten sei. Bayern soll außerdem das Forschungs und Innovationsland schlechthin für klimaschonendes Bauen mit Holz sein. An der Stelle, so Kaniber, sei durchaus noch Luft nach oben. Auch Aufklärung, Bildung und Beratung müssten deutlich besser werden. Erst bei einem Kindergartenbesuch hatte die Ministerin erfahren, dass schon die Kleinen lernen: Ein Baum darf nicht gefällt werden. „Schützen und nutzen muss aber das Motto sein“, meinte die Berchtesgadenerin und bekam dafür Applaus.

Der Staat selbst sollte mit gutem Beispiel vorangehen und möglichst mit heimischem Holz bauen. Mit einem guten Netzwerk soll die regionale Wertschöpfung gestärkt werden. Damit das alles gelingt, gibt es ab sofort die bayerische Holzbaufachberatung für private und öffentliche Bauleute. Ob landwirtschaftliche Betriebsgebäude, kommunale Bauten oder mehrgeschossige Wohnhäuser – die neue Stelle helfe qualifiziert und unbürokratisch – bei Bedarf auch direkt vor Ort. Federführend für die Einrichtung der Beratungsstelle sei die Clusterinitiative Forst und Holz in Bayern und das Imagebündnis pro Holz Bayern gewesen – und Firmenchef Gumpp, dem die Forstministerin explizit dankte. „Denn Sie haben mit Ihrem persönlichen Engagement maßgeblich zur Realisierung und Umsetzung der Bayerischen Fachberatung beigetragen.“

Quelle: Augsburger Allgemeine, Bayrisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Moderne Holzbauprojekte von Gumpp & Maier finden Sie auf Holzbauwelt.de.

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz für Bauherren, Investoren, Planer im modernen Holzbau. E-Mail senden