Nachhaltig Bauen und bezahlbares Wohnen vereinen

Nachhaltig bauen und gutes, bezahlbares Wohnen in Deutschland zu schaffen, war das Ziel, das man sich beim Wohnungsgipfel 2018 gesetzt hatte. Jetzt werden die Ergebnisse der Wohnraumoffensive von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesbauminister Horst Seehofer vorgestellt. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) sieht den eingeschlagenen Weg als grundsätzlich richtig an, verweist jedoch auch auf die bisher ungenutzten Möglichkeiten. Der Verband appelliert an die Politik, die Verwendung von Holz als Baustoff als Chance für eine Wohnraumoffensive 2.0 zu sehen.

Nachhaltig Bauen und Wohnen gelingt mit dem Rohstoff Holz

Mit knapp 1,2 Mio. genehmigten Wohnungen ist das anvisierte Ziel des Wohnungsgipfels in greifbare Nähe gerückt. „Langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren durch die extreme Fülle von Vorschriften und Regularien sind jedoch nach wie vor ein zentrales Hemmnis für mehr Wohnraum. Die investiven Maßnahmen, wie das Baukindergeld und der Sonder-AfA für den Mietwohungsneubau laufen im Jahr 2021 bereits wieder aus. Für die langfristige Schaffung des benötigten Wohnraums ist daher eine Wohnraumoffensive 2.0 nötig, die ebenfalls ein breites Bündel von Maßnahmen beinhalten muss. Der DeSH setzt dabei darauf, dass Bauen und Wohnen nicht nur bezahlbar und nachhaltig, sondern auch klimafreundlich zu gestalten ist. Der Roh- und Baustoff Holz vereint dabei alle Ziele gleichermaßen“, erläutert Julia Möbus, DeSH-Geschäftsführerin.

Nachhaltig Bauen
Nachhaltig Bauen und Wohnen mit dem naturgesunden Baustoff Holz

Holz als nachhaltiger Baustoff für klimafreundliche Gebäude

Der Gebäudesektor ist verantwortlich für 30 Prozent der deutschen CO2-Emissionen, die durch einen verstärkten Einsatz von Holz reduziert werden können. „Klimaschutz fängt in den eigenen vier Wänden an. Doch zunächst müssen die Vorgaben für das Bauen mit Holz vereinfacht werden. In vielen Ländern sind bereits die Bauordnungen entsprechend angepasst und Holzbauoffensiven gestartet worden. Das hat zu einem deutlichen Aufschwung bei der Verwendung von Holz geführt. Einige Städte, wie Hamburg, Berlin und München, bauen nun ganze Stadtteile aus Holz. Dadurch wird CO2 langfristig im Holz gespeichert und CO2-intensive Materialien ersetzt, erklärt Möbus. Zudem sei es wichtig, dass die öffentliche Hand ein Vorreiter in Sachen Holzbau wird: „Bund, Länder und Kommunen sind Vorbilder und haben eine Vielzahl von Möglichkeiten, das Bauen mit Holz zu fördern und damit Klima- und Umweltschutz in bezahlbarem Wohnraum aktiv zu betreiben.“

Quelle: Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH)

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden