Holzverwendung nützt dem Klima als Kohlenstoffspeicher

Unser Wald ist ein effektiver Kohlenstoffspeicher. Aktuell speichern Bäume und Böden der Wälder bundesweit etwa 1,23 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, weitere 34 Millionen Tonnen sind im Totholz gespeichert, Tendenz steigend. Damit entlastet der Wald die Atmosphäre jährlich um rund 62 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Das entspricht sieben Prozent der Emissionen in Deutschland. Mehr Holznutzung bedeutet zusätzliche Kohlenstoffspeicherung in Holzprodukten.

Das Bauen, Heizen oder die Stromerzeugung mit Holz ersetzen die CO2-intensive Aufbereitung und Verwendung der begrenzt vorrätigen fossilen Ressourcen Kohle, Öl und Gas. Die Substitutionseffekte der stofflichen und energetischen Holzverwendung eingerechnet, verdoppelt sich der Kompensationseffekt der Waldnutzung auf 120 Millionen Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr.

Der positive Klimaeffekt ist am größten bei regionaler Verwendung von Holz, das nach langfristiger Mehrfachnutzung am Ende der Nutzungskette zur Energieerzeugung eingesetzt wird. Dabei leistet auch die energetische Nutzung von Holz einen Beitrag zum Klimaschutz.

Holz-Fertighäuser sind die effektivsten Kohlenstoffspeicher für unser Klima

Je mehr Holz beispielsweise beim Bauen von Einfamilienhäusern oder beim mehrgeschossigen Bauen verwendet wird um so mehr dient das Bauholz als wichtiger Kohlenstoffspeicher. Denn nur Holz hat die Fähigkeit das klimschädliche CO2 aus der Luft zu filtern und den Kohlenstoff im Holz einzulagern.

Kohlenstoffspeicher Holz
Der Baustoff Holz dient als Kohlenstoffspeicher und dem Klimaschutz. Foto: Keitel Haus

Nach einer Mitteilung des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) hat der Fertigbau mit Holz seinen Marktanteil an den genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern im Jahr 2019 auf 20,8 Prozent ausgebaut. Erstmals übertraf die klimapositive Holzfertigbauweise damit die Marke von 20 Prozent. 2018 hatte die Fertigbauquote bei 19,6 Prozent und um die Jahrtausendwende noch bei vergleichsweise mageren 13,5 Prozent gelegen.

Insgesamt wurden von Januar bis Dezember 2019 101.569 neue Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 21.171 Fertighäuser. In zehn von zwölf Monaten lag die Fertigbauquote deutschlandweit über 20 Prozent. Zum Jahresabschluss im Dezember sogar bei 22,5 Prozent. Im Vergleich der Bundesländer stechen Baden-Württemberg und Hessen mit Fertigbauquoten von 36,9 bzw. 30,6 Prozent besonders positiv heraus. Ein Auswahl an Holzhaus-Herstellern in Deutschland und Beiträgen zu Holz als Kohlenstoffspeicher finden Sie auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de. Eine Übersicht über Holzfertighäuser von Keitel Haus erhalten Sie mit dem Link.

Klimaveränderung fordert den Umbau des Waldes heraus

Durch die nachhaltige, naturnahe Waldbewirtschaftung stellt die Forstwirtschaft sicher, dass der Wald nicht übernutzt wird. Pro Jahr wird weniger Holz eingeschlagen als im gleichen Zeitraum nachwächst. Mit dem schrittweisen Waldumbau – von nadelbaumdominierten Wäldern hin zu naturnahen Mischwäldern – wird der bewirtschaftete Wald seit den 1990-er Jahren an die Erfordernisse des Klimawandels angepasst und die biologische Vielfalt erhöht. So fungiert der Wald weiterhin als Kohlenstoffspeicher für unser Klima.

 

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden