HoHo Wien: höchstes Holz-Hochhaus weltweit

Das HoHo Wien als Holz-Hybridbau steht dafür, Materialen dort einzusetzen, wo sie am sinnvollsten all ihre positiven Eigenschaften entfalten können. Die Entscheidungsgrundlage für den Baustoff Holz ist eindeutig: sinnvoll und nachhaltig. Beim höchsten Holzhochaus der Welt ist die Bekleidung noch wichtiger als bei anderen Bauvorhaben: Die Eternit-Fassadenplatten zeichnen sich nicht nur durch perfekten Schutz vor Witterungseinflüssen aus, sondern sind auch höchst brandbeständig, schalldämmend und langlebig.

Im November 2014 wurde mit einer grundsätzlich simplen Überlegung: „Wie kann man den Werkstoff Holz für unsere zukünftige Generation in einem neuen Stadtteil sinnvoll einsetzen?“ der Grundstein für ein Hochhaus aus Holz gelegt. Der Gedanke die Machbarkeit eines so großvolumigen Holz-Projekts zu überprüfen, ließ Caroline Palfy, Geschäftsführerin der cetus Baudevelopment, nicht mehr los: „Ja, die heimischen Bauvorschriften sind streng und das ist gut so, aber ich kenne die gute Tragfähigkeit von Holz – auch im Falle eines Brandes. Vier Monate dauerte die Prüfung aller Risiken, immer in enger Abstimmung des Kernteams mit den Behörden.“ Was nun in der Seestadt Aspern als HoHo Wien von Investor Günter Kerbler und Caroline Palfy realisiert wird, zählt zu den Meilensteinen des internationalen Holz-Booms.

HoHo Wien
Weltweit höchstes Holz-Hochhaus 84 m hoch – HoHo Wien

Die Fakten zum HoHo Wien Holz-Hochhaus im Überblick

  • Bruttogesamtfläche: 25.000m²
  • Mietfläche: 19.500 m²
  • Grundstücksfläche: 3.920 m²
  • Gebäudeart: Hochhaus mit innovativer Holzbautechnik
  • Etagen: 24 Geschoße
  • Höhe HohoWien Holzhochhaus: 84 Meter
  • Nutzung: Gewerblich
  • Baubeginn: 12. Oktober 2016
  • Fertigstellung: geplante Bauzeit 2 Jahre
  • Investitionsvolumen: 65 Millionen Euro

Das HoHo Wien als mehrgeschossiger Holzhybridbau

Das Bau-System des HoHo Wien besticht durch seine Schlichtheit und seine Bündelung von mehreren Baustoffen, wobei Holz immer im Vordergrund steht. Das bewusst einfache System verwendet die Stapelung vier vorgefertigter, serieller Bauelemente: Stützen, Unterzug, Deckenplatten und Fassadenelemente. An die tragenden Gebäudekerne werden die Grundflächen aus Holzverbunddecken angelagert, die ihren Abschluss an den Fassaden finden. Diese seriellen Elemente der Holzverbunddecken sind auf Holzstützen in der abschließenden Fassadenschicht aufgelagert. Die Stützen wiederum bilden mit den ebenfalls vorgefertigten Außenwandmodulen aus Massivholz ein gemeinsames Montageelement. Die innen sichtbaren Holzflächen der durchgehenden Holzdecken, der Stützen und der Außenwand schaffen eine sinnliche, natürliche Atmosphäre. Das imposante Holz-Hochhaus überzeugt als mehrgeschossiger Holzhybridbau.

 

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden