Optimale Wohngesundheit durch ökologische Dämmstoffe

Natürliche ökologische Dämmstoffe sorgen für ein wohngesundes Zuhause. Im Winter ein kuschlig warmes Heim, im Sommer ein angenehm kühles Klima in den eigenen vier Wänden. Und das bei niedrigen Heiiz- und Energiekosten. Die Vorteile einer guten Gebäudedämmung sind längst bekannt. Die Auswahl des richtigen Dämmstoff will dabei wohl bedacht werden. Ökologische Dämmstoffe wie z.B. Holzfaserdämmstoffe leisten hierzu ihren Beitrag. Dass die daraus resultierende Wohngesundheit ihren Preis hat im Gegensatz zu konventionellen Dämmstoffen, die oft aufwendig hergestellt werden und weniger wohngesund sind, ist selbstverständlich. Ökologische Dämmstoffe werden nunmal nicht in den Größenordnungen produziert wie herkömmliche Massen-Dämmstoffe.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick für ökologische Dämmstoffe

  • ökologische Dämmstoffe sind gut für Umwelt und Gesundheit
  • besonders guter Schutz vor sommerlicher Hitze
  • sehr gutes Wohnklima durch Naturdämmstoffe
  • Schonung fossiler und mineralischer Ressourcen
  • Herstellung und Recycling mit wenig Energieaufwand
  • natürliche Dämmstoffe sind teurer als konventionelle Dämmstoffe
Ökologische Dämmstoffe
Wohngesundes Bauen durch ökologische Dämmstoffe sorgt für ein angenehmes Wohnklima

Ökologische Dämm­stoffe werden auch Natur­dämm­stoffe, natürliche Dämm­stoffe, oder Dämmstoffe aus nach­wachsenden Rohstoffen genannt. Von konventio­nellen Dämm­stoffen unterscheiden sie sich vor allem darin, dass sie wesentlich umwelt- und gesund­heits­freundlicher sind. Natürliche Dämmstoffe werden vor allem in Holzhäusern und Holzfertighäusern zur Wärmedämmung verwendet.

Wie gut ein Dämm­stoff im Winter vor Kälte und im Sommer vor Hitze schützt, sehen Sie anhand der Wärme­leitfähigkeit. Sie gibt an, wie viel Wärme durch den Dämm­stoff nach außen dringt. Angegeben wird sie als Wärme­leitstufe (WLs) in Watt pro Meter und Kelvin (W/mk). Je niedriger der Wert, desto niedriger ist die Leit­fähigkeit und desto dünner kann die Dämm­schicht sein. Die Wärmeleit­fähigkeit konventio­neller Dämm­stoffen liegt zwischen 0,020 (Polyurethan/PUR) und 0,045 W/mk (zum Beispiel gängige Mineral­wollen). Dämm­stoffe aus nach­wachsenden Rohstoffen besitzen Wärme­leit­fähigkeits­werte von 0,038 (Zellulose) bis 0,080 W/mK (Holzspäne), die meisten liegen jedoch im Bereich von 0,040 bis 0,055 W/mK. Ihre Wärme­leit­fähigkeit liegt also etwas über der konventio­neller Materialien, entsprechend geringer ist ihre dämmende Wirkung. Doch eine dickere Dämm­stoff­schicht gleicht das in der Regel aus.

Natürliche ökologische Dämmstoffe kosten im Schnitt etwas mehr als konventio­nelle – unter anderem, da konventio­nelle in größeren Mengen produziert werden. Doch insbe­sondere Zellulose­flocken können preislich durchaus mithalten. Auch die Kosten für Jute und Stroh sind konkurrenz­fähig.

Ökologische Dämm­stoffe müssen genau wie konventionelle Dämm­stoffe alle Anforderungen an den Brandschutz erfüllen. Die meisten sind von sich aus „schwer entflammbar“, einige „normal entflammbar“. Teilweise werden sie zusätzlich mit Flamm­schutz­mitteln versehen – die allerdings häufig schwach wasser­gefährdend sind. Das muss insbe­sondere bei der Entsorgung bzw. Wieder­verwertung berücksichtigt werden. Ein entscheidender Pluspunkt der Natur­dämmstoffe ist jedoch, dass bei ihrer Verbrennung keine giftigen Rauch­gase entstehen, die meist gefährlicher sind als das Feuer selbst. Holz bindet zudem während seines Wachstums das klimaschädliche CO2. Damit ist Holz der einzige Dämmstoff, der den Kohlenstoff einlagern kann.

 

 

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden