Baustoff Holz https://www.baustoff-holz.de Hausbau mit dem Rohstoff Holz Sat, 23 Mar 2019 15:52:45 +0000 de-DE hourly 1 Die BauBuche – innovativer konstruktiver Baustoff https://www.baustoff-holz.de/2019/03/23/die-baubuche-innovativer-konstruktiver-baustoff/ Sat, 23 Mar 2019 15:44:24 +0000 https://www.baustoff-holz.de/?p=959 Die BauBuche erweitert die konstruktiven Möglichkeiten im Holzbau. Deutschland ist in etwa zu einem Drittel mit Wald bedeckt. Gut 25% dieser Fläche ist mit Laubbäumen besetzt, wobei Buche die am weitesten verbreitete Baumart ist. Der Laubholzanteil wird zukünftig weiter steigen. Ein ganz anderes Bild bietet sich hingegen im konstruktiven Holzbau. Dieser Bereich wird zu 99% […]

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Die BauBuche erweitert die konstruktiven Möglichkeiten im Holzbau. Deutschland ist in etwa zu einem Drittel mit Wald bedeckt. Gut 25% dieser Fläche ist mit Laubbäumen besetzt, wobei Buche die am weitesten verbreitete Baumart ist. Der Laubholzanteil wird zukünftig weiter steigen. Ein ganz anderes Bild bietet sich hingegen im konstruktiven Holzbau. Dieser Bereich wird zu 99% von Nadelhölzern dominiert.

Der Thünen Report 9 vom Dezember 2013 schlussfolgert deshalb: „Der vermehrte Anfall von Laubholz und die begrenzten Verwendungsmöglichkeiten in Form von Produkten mit höherer Wertschöpfung sind noch immer ein Problem der Holzverwendung. Das Laubholz spielt im konstruktiven Bereich nach wie vor eine geringe Rolle.“ Monokulturen im Wald sind besonders anfällig für Stürme und Schädlingsbefall. Daher hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, den Wald umzubauen und den Anteil von Mischwäldern zu erhöhen. In der Folge wird es deutlich mehr Holz von Laubwäldern geben, insbesondere die weit verbreitete Buche.

Ihr Holz wird bislang im Bauwesen jedoch kaum verwendet. „Die Buche spielt hier bisher eine verschwindend geringe Rolle, es werden im Holzbau fast ausschließlich Nadelhölzer genutzt,“ sagt Jan Hassan vom Unternehmen Pollmeier, das an drei Standorten in Deutschland Laubholzsägewerke betreibt, „ihr Anteil in den Wäldern wird jedoch massiv steigen; diese Reserven müssen im Holzbau genutzt werden.“

BauBuche
Pollmeier BauBuche – Furnierschichtholz aus Buche ©Pollmeier

Welche Vorteile bietet die BauBuche als Baustoff?

Die Buche ist kein einfaches Holz, wie Ingenieur Jan Hassan erklärt, der bei Pollmeier für Public Relations und Marketing verantwortlich ist: „Buchenholz ist in der Verarbeitung deutlich komplizierter als Nadelholz, da die Stämme krumm sind und zum Teil sehr große Äste haben, die die Festigkeit beeinflussen. Außerdem ist bei der Buche die Holztrocknung aufwendiger. “ 2008 fingen die Experten der Firma Pollmeier an, darüber nachzudenken, wie man aus Buchenholz trotzdem einen Werkstoff für den Holzbau herstellen kann. Das Ergebnis dieser Überlegungen kam 2014 auf den Markt: die BauBuche, Schichtholz, das aus drei Millimeter dicken Furnieren besteht.

DieBaubuche eignet sich auch als gestalterisches Bauelement

Die BauBuche als neuer Werkstoff für den konstruktiven Holzbau, erfordert der neben der Produktentwicklung auch die Entwicklung eines vollkommen neuen Produktionsprozesses. „Man kann in einem Werk, das Furnierschichtholz aus Nadelholz herstellt, keine Buche verarbeiten.“ In der BauBuche kann Buchenholz nun alle seine Vorteile entfalten, die es ebenso besitzt, sagt Jan Hassan: „Es hat zum Beispiel eine viel glattere, feinere Oberfläche als Nadelhölzer, aber auch gute technische Eigenschaften – so ist die Tragfähigkeit der BauBuche etwa drei Mal höher als jene von Fichtenbrettschichtholz, was dazu führt, dass man materialsparend, aber auch sehr viel eleganter bauen kann.“ Durch die dünnen Furniere werden zudem die Probleme in der Verarbeitung von Laubholz ausgeglichen. „Hier stören die Äste nicht mehr und auch das Trocknen ist kein Problem.“ Das Holz für die BauBuche stammt aus den Wäldern um das Werk im thüringischen Creuzburg, maximal 150 Kilometer ist es zu Pollmeier unterwegs.

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Holzbau-Offensive Baden-Württemberg geht voran https://www.baustoff-holz.de/2019/02/23/holzbau-offensive-baden-wuerttemberg-geht-voran/ Sat, 23 Feb 2019 11:49:02 +0000 https://www.baustoff-holz.de/?p=948 Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Peter Hauk, hat eine „Holzbau-Offensive“ initiiert. Diese sieht vor, dass künftig öffentliche Neubauten und Modernisierungen von Bestandsgebäuden so weit wie möglich in moderner Holz- oder Holzhybridbauweise realisiert werden sollen. Grüne und CDU hatten sich bereits bei der Novellierung der Landesbauordnung dafür stark gemacht, den Einsatz von Holz […]

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Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Peter Hauk, hat eine „Holzbau-Offensive“ initiiert. Diese sieht vor, dass künftig öffentliche Neubauten und Modernisierungen von Bestandsgebäuden so weit wie möglich in moderner Holz- oder Holzhybridbauweise realisiert werden sollen. Grüne und CDU hatten sich bereits bei der Novellierung der Landesbauordnung dafür stark gemacht, den Einsatz von Holz beim Geschossbau zu erleichtern.

Die Holzbau-Offensive Baden-Württemberg unterstützt sowohl die Klimaschutzziele, Bioökonomie und die Nachhaltigkeit im Holzbau. Die intelligente stoffliche Holzverwendung sind wichtiger Bestandteil im Integrierten Energie‐ und Klimaschutzkonzept des Landes (IEKK). Hier ist die Vorbildfunktion der öffentlichen Bauherrschaft und ihrer Baugesellschaften formuliert.

Holzbau-Offensive Baden-Württemberg setzt auf Klimaschutz

Eine Weiterentwicklung des Holzbaus trägt maßgeblich dazu bei, die Klimaschutzziele zu erreichen. In verbautem Holz und in Holzwerkstoffen wird Kohlenstoff langfristig gebunden. Gesteigert werden kann der Effekt durch die Stärkung regionaler, bioökonomisch ausgerichteter und nachhaltiger Wirtschaftskreisläufe, bei denen weniger CO2 freigesetzt wird. Bauen mit Holz verbessert CO2-Einsparung. Die erfolgreiche Verbindung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem lässt sich mit einem regional nachwachsenden Rohstoff wie Holz in ganz besonderem Maß umsetzen. Hierin liegt eine ganz besondere Chance für Baden‐Württemberg. Mit der Stärkung der ressourceneffizienten Verwendung von Holzbaustoffen leistet das Land einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen seiner Klimaschutzziele.

Holzbau-Offensive
Baden-Württemberg setzt auf die Holzbau-Offensive

Rasch und wirtschaftlich Wohnraum mit hoher Wohnqualität schaffen durch die Holzbau-Offensive

Holzbau eignet sich hervorragend für serielles Bauen, da er trotz Standardisierung und kostengünstiger Typologien eine sehr hohe Wohnqualität schafft. Dadurch kann Holzbau einen Beitrag zur raschen Bereitstellung von dringend benötigtem Wohnraum leisten. Auch im sozialen mehrgeschossigen Wohnungsbau bietet sich Holzbau für neue Lösungswege an. Gleiches gilt für die Stadt‐ und Dorfentwicklung. Bauvorhaben in verdichteten Gebieten, etwa die Aufstockung bestehender Gebäude, lassen sich mit Holz häufig technisch und wirtschaftlich leichter realisieren.

Potentiale des Holzbaus im Hochbau und Ingenieurbau nutzen

Derzeit besteht ein großer Bedarf, dem breiten Feld privater Bauherrinnen und Bauherren über kommunale Investoren bis hin zu den Bauträgern des Landes durch Anschauungsobjekte die technischen und architektonischen Potentiale des Holzbaus anschaulich zu machen. Dazu sollen innovative und gut gestaltete Modellvorhaben im Holzbau gefördert und sichtbar gemacht werden.

Moderner Holzbau und Baukultur lassen sich besonders erfolgreich verbinden. Die Entwicklung der Baukultur in urbanen wie ländlichen Räumen des Landes unterstützt die Entwicklung in Richtung eines zukunftsweisenden Holzbaus und stiftet Identität mit vielfältigen, positiven Wechselwirkungen. Dies dokumentieren der Staatspreis Baukultur, die Auszeichnungsverfahren der Architekten‐ und Ingenieurkammer des Landes sowie der Holzbaupreis Baden‐Württemberg. Für die Förderung der Holzbau-Offensive in Baden-Württemberg stellt die Landesregierung in den nächsten 5 Jahren Fördermittel von knapp 17 Mio. Euro zur Verfügung.

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Wood Passage beeindruckt auf der Bau 2019 https://www.baustoff-holz.de/2019/01/29/wood-passage-beeindruckt-auf-der-bau-2019/ Tue, 29 Jan 2019 17:23:34 +0000 https://www.baustoff-holz.de/?p=932 Wood Passage ist eine erlebbare Initiative von proHolz Austria, proHolz Bayern und Lignum Schweiz. Auf der Messe BAU in München wurde die Wood Passage erstmals öffentlich präsentiert. Vier „Tore“ aus Holz, jeweils rund 4 Meter breit und 4 Meter hoch, skizzieren den Weg vom Baum zum Haus. Bauen mit Holz heißt, aus Bäumen Häuser zu […]

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Wood Passage ist eine erlebbare Initiative von proHolz Austria, proHolz Bayern und Lignum Schweiz. Auf der Messe BAU in München wurde die Wood Passage erstmals öffentlich präsentiert. Vier „Tore“ aus Holz, jeweils rund 4 Meter breit und 4 Meter hoch, skizzieren den Weg vom Baum zum Haus. Bauen mit Holz heißt, aus Bäumen Häuser zu machen und damit einen wesentlichen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung zu leisten, Nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzbau liefern somit Antworten auf wesentliche Herausforderungen der Zeit. Darauf wiesen die Vertreter aus Österreich, Bayern und der Schweiz bei der gemeinsamen Eröffnung hin.

Wood Passage – die begehbare und erlebbare Installation

Im Wald wächst der Baum – aus dem Baum wird Holz – aus dem Holz entsteht das Haus. Diesen Prozess trägt die „woodpassage“ einprägsam in die Zentren Europas mit einer Skulptur aus Holz im Aussenraum. Sie vermittelt mit einfachen piktogrammatischen Zeichen in vierzig Stufen die Transformation vom der Tanne zum Haus. Diese Umformung wird wie aus großen Holzblöcken herausgeschnitten dargestellt, Scheibe für Scheibe.

So entsteht eine sinnlich erlebbare »woodpassage« aus vier Holztoren in 4,30 m Breite, 4,20 m Höhe und gesamt 8,65 m Länge. Sie vermittelt in der Fernerkennung eine starke, dreidimensionale Botschaft. Im Durchschreiten der feierlich beleuchteten Passage dient sie als spielerisches Sprachrohr für die ökologischen Vorzüge konstruktiver Holznutzung.

Wood Passage
Wood Passage proholzbayern auf der Bau 2019 in München

Für den Bau dieser vier Tore wurden ca. 13 Kubikmeter Holz gebraucht. Diese Menge wächst in Europas Wäldern in einer 1/2 Sekunde nach. Außerdem sind im Holz dieser 4 Tore etwa 13 Tonnen CO2 auf Dauer gebunden. Das entspricht dem Schadstoffausstoß eines Pkws in 8 Jahren. Wald und Holz fungieren als Klimaschützer.

Wood Passage geht auf Wanderschaft im DACH-Raum

• Premiere auf der Messe BAU, 14. bis 19. Januar 2019 in München
• Grenzüberschreitende Holzinformation mit der wood passage
• Nächste Station: Linz, Österreich

Bauen mit dem nachwachsenden Baustoff Holz. Beteiligte der wundervollen Holzbau-Installation Wood Passage sind:

Konzept Entwurf Gestaltung Atelier Andrea Gassner, www.atelierandreagassner.at
Planung TU München Hermann Kaufmann, Maren Kohaus, www.holz.ar.tum.de
Holzbau und Statik Fetz Holzbau, www.fetz-holzbau.at

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Wichtige Verantwortung für Ressource Wald und Holz https://www.baustoff-holz.de/2018/12/31/wichtige-verantwortung-fuer-ressource-wald-und-holz/ Mon, 31 Dec 2018 16:37:38 +0000 https://www.baustoff-holz.de/?p=925 Die nachhaltige Forstwirtschaft für Wald und Holz hat in Deutschland und Europa eine lange Tradition und ist Vorbild für verantwortungsvolles Wirtschaften. Die Waldgesetze von Bund und Ländern garantieren den Walderhalt und seine nachhaltige Bewirtschaftung. So sind die Versorgung der Gesellschaft mit dem Rohstoff Holz und gleichzeitig die Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes gesichert. Eine nachhaltige […]

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Die nachhaltige Forstwirtschaft für Wald und Holz hat in Deutschland und Europa eine lange Tradition und ist Vorbild für verantwortungsvolles Wirtschaften. Die Waldgesetze von Bund und Ländern garantieren den Walderhalt und seine nachhaltige Bewirtschaftung. So sind die Versorgung der Gesellschaft mit dem Rohstoff Holz und gleichzeitig die Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes gesichert.

Eine nachhaltige Rohholznutzung ermöglicht langfristig positive sozioökonomische Effekte des Clusters Forst & Holz, wie z. B. Beschäftigung und Wertschöpfung, und leistet wichtige Beiträge zum Klimaschutz. Gelingt es der Forstwirtschaft, das Holzaufkommen zu steigern, könnten diese gesellschaftlich bedeutenden Aspekte weiter gesteigert werden. Die heimische Holzwirtschaft ist in die Weltwirtschaft integriert. Deutschland ist nach China und den USA der größte Exporteur (nach Werten) von Holzprodukten. Dabei gehen 80 Prozent der Exporte in die EU. Seit 2009 ist Deutschland Nettoimporteur von Nadelrohholz. Die Marktentwicklung lässt eine weitere Zunahme erwarten.

Nachhaltigkeit prägt die Ressource Wald und Holz

Die 2014 veröffentlichte dritte Bundeswaldinventur (BWI 3) hat die Nachhaltigkeit der Bewirtschaftung des deutschen Waldes bestätigt. Der Vorrat im deutschen Wald steigerte sich demnach auf 3,7 Milliarden Kubikmeter – dies obwohl die Vorteile des nachwachsenden Rohstoffes Holz zu einer gestiegenen Nutzung geführt haben. Kein anderes Land in der Europäischen Union hat vorrats-, struktur- und artenreichere Wälder. Der Wald in Deutschland wird heute naturnäher bewirtschaftet als früher.

Die Entwicklung weg von Nadelbaumreinbeständen hin zu standortgerechten, strukturreichen Mischwäldern soll die Anpassung an den Klimawandel fördern und die Wälder stabiler machen. In den heimischen Wäldern liegt der Anteil von Nadelbäumen heute bei 54 Prozent. In der Jungbestockung (Bäume bis vier Meter Höhe) liegt ihr Anteil nur noch bei 27 Prozent.

Wald und Holz
Wald und Holz ist die wichtigste Ressource für das Klima.

Wichtige Handlungsfelder für Ressource Wald und Holz

Klimaschutz: Die Bewirtschaftung der Wälder und das entnommene Rohholz sind die Grundlage für den positiven Beitrag der Forst- und Holzwirtschaft zum Klimaschutz. Die Sicherung der Rohholzversorgung bei gleichzeitigem Erhalt der Schutzfunktionen des Waldes ist Basis für die nachhaltige Erbringung dieser Beiträge. Eine Ausweitung des Holzaufkommens ist damit aus Sicht des Klimaschutzes sinnvoll.

Wertschöpfung: Die Bewirtschaftung der Wälder und das entnommene Rohholz sind Grundlage für die Wertschöpfung in der Forst- und Holzwirtschaft. Eine Sicherung der Rohholzversorgung bei gleichzeitigem Erhalt der Schutzfunktionen des Waldes sichert somit auch die ökonomische Basis des Clusters Forst & Holz.

Ressourceneffizienz: Da die Waldfläche begrenzt ist, gewinnen neben Fragen der Erweiterung auch Maßnahmen zur Erhöhung der Flächenproduktivität des Waldes bei „knapper Fläche“ an Bedeutung. Das Holzaufkommen kann bei gleichzeitigem Erhalt der Schutzfunktionen des Waldes nachhaltig gesteigert werden.

 

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HoHo Wien: höchstes Holz-Hochhaus weltweit https://www.baustoff-holz.de/2018/10/28/hoho-wien-hoechstes-holz-hochhaus-weltweit/ Sun, 28 Oct 2018 17:36:18 +0000 https://www.baustoff-holz.de/?p=916 Das HoHo Wien als Holz-Hybridbau steht dafür, Materialen dort einzusetzen, wo sie am sinnvollsten all ihre positiven Eigenschaften entfalten können. Die Entscheidungsgrundlage für den Baustoff Holz ist eindeutig: sinnvoll und nachhaltig. Beim höchsten Holzhochaus der Welt ist die Bekleidung noch wichtiger als bei anderen Bauvorhaben: Die Eternit-Fassadenplatten zeichnen sich nicht nur durch perfekten Schutz vor […]

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Das HoHo Wien als Holz-Hybridbau steht dafür, Materialen dort einzusetzen, wo sie am sinnvollsten all ihre positiven Eigenschaften entfalten können. Die Entscheidungsgrundlage für den Baustoff Holz ist eindeutig: sinnvoll und nachhaltig. Beim höchsten Holzhochaus der Welt ist die Bekleidung noch wichtiger als bei anderen Bauvorhaben: Die Eternit-Fassadenplatten zeichnen sich nicht nur durch perfekten Schutz vor Witterungseinflüssen aus, sondern sind auch höchst brandbeständig, schalldämmend und langlebig.

Im November 2014 wurde mit einer grundsätzlich simplen Überlegung: „Wie kann man den Werkstoff Holz für unsere zukünftige Generation in einem neuen Stadtteil sinnvoll einsetzen?“ der Grundstein für ein Hochhaus aus Holz gelegt. Der Gedanke die Machbarkeit eines so großvolumigen Holz-Projekts zu überprüfen, ließ Caroline Palfy, Geschäftsführerin der cetus Baudevelopment, nicht mehr los: „Ja, die heimischen Bauvorschriften sind streng und das ist gut so, aber ich kenne die gute Tragfähigkeit von Holz – auch im Falle eines Brandes. Vier Monate dauerte die Prüfung aller Risiken, immer in enger Abstimmung des Kernteams mit den Behörden.“ Was nun in der Seestadt Aspern als HoHo Wien von Investor Günter Kerbler und Caroline Palfy realisiert wird, zählt zu den Meilensteinen des internationalen Holz-Booms.

HoHo Wien
Weltweit höchstes Holz-Hochhaus 84 m hoch – HoHo Wien

Die Fakten zum HoHo Wien Holz-Hochhaus im Überblick

  • Bruttogesamtfläche: 25.000m²
  • Mietfläche: 19.500 m²
  • Grundstücksfläche: 3.920 m²
  • Gebäudeart: Hochhaus mit innovativer Holzbautechnik
  • Etagen: 24 Geschoße
  • Höhe HohoWien Holzhochhaus: 84 Meter
  • Nutzung: Gewerblich
  • Baubeginn: 12. Oktober 2016
  • Fertigstellung: geplante Bauzeit 2 Jahre
  • Investitionsvolumen: 65 Millionen Euro

Das HoHo Wien als mehrgeschossiger Holzhybridbau

Das Bau-System des HoHo Wien besticht durch seine Schlichtheit und seine Bündelung von mehreren Baustoffen, wobei Holz immer im Vordergrund steht. Das bewusst einfache System verwendet die Stapelung vier vorgefertigter, serieller Bauelemente: Stützen, Unterzug, Deckenplatten und Fassadenelemente. An die tragenden Gebäudekerne werden die Grundflächen aus Holzverbunddecken angelagert, die ihren Abschluss an den Fassaden finden. Diese seriellen Elemente der Holzverbunddecken sind auf Holzstützen in der abschließenden Fassadenschicht aufgelagert. Die Stützen wiederum bilden mit den ebenfalls vorgefertigten Außenwandmodulen aus Massivholz ein gemeinsames Montageelement. Die innen sichtbaren Holzflächen der durchgehenden Holzdecken, der Stützen und der Außenwand schaffen eine sinnliche, natürliche Atmosphäre. Das imposante Holz-Hochhaus überzeugt als mehrgeschossiger Holzhybridbau.

 

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Holz-Ratgeber PEFC für die Beschaffung des Rohstoffes https://www.baustoff-holz.de/2018/09/24/holz-ratgeber-pefc-fuer-die-beschaffung-des-rohstoffes/ Mon, 24 Sep 2018 21:20:55 +0000 https://www.baustoff-holz.de/?p=885 PEFC – „Holz und Papier grüner einkaufen.“ Mit der eigenen Beschaffungspolitik einen Beitrag zum Erhalt unserer Wälder weltweit leisten? Das haben Einkäufer der öffentlichen Hand und privatwirtschaftlicher Unternehmen selbst in der Hand, indem sie Holz- und Papierprodukte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung explizit nachfragen. Dazu zählen beispielsweise die eingesetzten Papiere im Officebereich, Hygienepapiere, Biomasse für das eigene […]

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PEFC – „Holz und Papier grüner einkaufen.“ Mit der eigenen Beschaffungspolitik einen Beitrag zum Erhalt unserer Wälder weltweit leisten? Das haben Einkäufer der öffentlichen Hand und privatwirtschaftlicher Unternehmen selbst in der Hand, indem sie Holz- und Papierprodukte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung explizit nachfragen. Dazu zählen beispielsweise die eingesetzten Papiere im Officebereich, Hygienepapiere, Biomasse für das eigene Kraftwerk, Möbel und Inneneinrichtung oder nicht zuletzt Bauvorhaben, bei denen Holz als Rohstoff eingesetzt wird.

Wie eine solche Beschaffungspolitik in der Praxis aussehen muss, wie eine entsprechende Ausschreibung gestaltet werden kann, wie die dazugehörigen Nachweisdokumente kontrolliert werden und welche Vorteile eine „waldfreundliche“ Beschaffung für das eigene Image und die Marketingaktivitäten der Institutionen hat, zeigt der neue 11-seitige Leitfaden „Holz und Papier grüner einkaufen“. Zielgruppe sind sowohl Beschaffer und Einkäufer, die sich erstmals mit dieser Thematik auseinandersetzen, als auch jene Institutionen, die bereits eine entsprechende Beschaffungspolitik eingeführt haben und die Prüfung der Nachweise effizient gestalten wollen.

PEFC – Broschüre für die verantwortungsvolle Beschaffung von Holzprodukten

Den Leitfaden können Sie hier herunterladen. Er bildet zudem eine Ergänzung zur PEFG – Broschüre „ Verantwortungsvoll beschaffen – Ein Ratgeber für die öffentliche Beschaffung von Holz- und Papierprodukten “, die derzeit überarbeitet wird und in neuer Auflage voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2019 zur Verfügung steht.

PEFC
Kriterien für die Waldbewirtschaftung durch PEFC

Holzindustrie im Spannungsfeld zwischen Ressourcenverfügbarkeit und Nachfrage

Ist die gegenseitige Anerkennung von FSC und PEFG sinnvoll, prakatikabel und wünschneswert? Diese Frage diskutierten 150 Wald-, Holz- und Nachhaltigkeitsexperten im Zweiten Forum Zertifizierung von PEFC Deutschland in Heidelberg und lieferten viele wertvolle Anregungen.

Zu einem schnellen Konsens in der Anerkennungsfrage fanden die Vertreterin des Holzhandels und die Vertreter der Holzindustrie. Sie alle bekannten sich zu kontrolliertem, nachhaltigem Holz, bezeichneten eine zusätzliche Marktverengung durch detailverliebte Unterschiede in den Standards, die dem Gesamtanliegen nicht dienten, als geschäftsschädigend. Für die Sägeindustrie sprach Thomas Kayser, Verkaufsleiter HOLZ-JOKI. Er wünschte sich, dass PEFC und FSC von Dritten so eingestuft würden wie TÜV und Dekra bei der KFZ-Prüfung. Dr. Katharina Gamillscheg, stellv. Geschäftsführerin des Gesamtverbandes Deutscher Holzhandel, regte an, die Idee der gegenseitigen Anerkennung äußerst pragmatisch außerhalb des Waldes weiterzuverfolgen – die Waldzertifizierung anzugleichen, hielt sie für naiv. Carsten Huljus, CEO Sustainable Biomass Program, stimmte ihr zu und stellte dar, wie es seiner Organisation gelungen sei, im Biomassebereich einen Dachstandard unter Einbeziehung der PEFC- und FSC-Zertifizierung herzustellen. Alexander Kolb, Geschäftsführer Nolte Holzwerkstoff, und Mathias Reich, Regional Manager International Paper, kritisierten die negativen Auswirkungen, die entstünden, wenn der Markt die Systeme auseinanderdividiert und einseitig Rohstoffe eines bestimmten Systems verlange.

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Welcher Bautrend erwartet uns in den nächsten Jahren? https://www.baustoff-holz.de/2018/08/30/welcher-bautrend-erwartet-uns-in-den-naechsten-jahren/ Thu, 30 Aug 2018 19:58:22 +0000 https://www.baustoff-holz.de/?p=901 Mit welchem Bautrend werden wir uns künftig auseinander setzen müssen? Das Marktforschungsinstitut Bauinfoconsult hat sich unter Bauunternehmern, Handwerkern und Architekten umgehört, welche Themen in den kommenden vier Jahren besonders wichtig werden. Die Nachfragetrends in sieben Bereichen im Überblick. Die Geschäfte im Bau- und Ausbauhandwerk laufen derzeit glänzend. Ob das in den nächsten Jahren so bleibt, […]

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Mit welchem Bautrend werden wir uns künftig auseinander setzen müssen? Das Marktforschungsinstitut Bauinfoconsult hat sich unter Bauunternehmern, Handwerkern und Architekten umgehört, welche Themen in den kommenden vier Jahren besonders wichtig werden. Die Nachfragetrends in sieben Bereichen im Überblick.

Die Geschäfte im Bau- und Ausbauhandwerk laufen derzeit glänzend. Ob das in den nächsten Jahren so bleibt, hängt auch davon ab, wie sich die Anforderungen der Kunden verändern werden und ob die Baubranche dazu passende Lösungen liefern kann. Diese Trends hat das Beratungsunternehmen Bauinfoconsult ermittelt:

Bautrend: Wärmedämmung mit nichtbrennbaren Stoffen

Die Kunden der Baubranche werden in den nächsten Jahren verstärkt Aspekte der Umwelftreundlichkeit in ihre Kaufentscheidung mit einbeziehen, sind sich die befragten Unternehmer sicher. Knapp jeder dritte Befragte sieht einen großen Nachfragetrend für umweltfreundliche Dämmstoffe entstehen. Polystyrol verliert gegenüber Mineralwolle oder Steinwolle an Bedeutung. Auch das Thema Brandschutz wird für den Kunden immer wichtiger. Nichtbrennbare Brennstoffe sind gefragt, was im Zusammenhang mit der medialen Berichterstattung über den Großbrand des Grenfell Tower im vergangenen Sommer stehen könnte. Beim Brand des Hochhauses in London kamen über 70 Menschen ums Leben, viele weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Der Trend zu immer dicker werdenden Dämmschichten scheint hingegen vorbei. Neun von zehn Bauunternehmern gehen davon aus, dass die guten Dämmeigenschaften der am Markt erhältlichen Produkte dickere Dämmschichten überflüssig machen.

Bautrend: Fassaden mit viel Glas und Holz

Die befragten Bauunternehmer sehen eine möglichst natürliche Optik als größten Trend im Bereich Fassade an. Fast jeder Dritte sieht hier eine zunehmende Nachfrage. Die Zeiten langweiliger Betonwände scheinen damit vorbei. Glas- und Holzfassaden und auch farbige Fassaden sind im Kommen. Auch die Kombination von Glas und Stahl wird künftig stärker nachgefragt werden, schätzen die Branchenvertreter. Daneben bleibt die Energieeinsparung ein wichtiges Thema. Die Bauunternehmer erwarten steigende Nachfrage im Bereich Wärmedämmverbundsysteme und Dämmung im Allgemeinen.

Bautrend Wohnen
Bautrend mit Holz und Glas – Plusenergiehaus von Regnauer Hausbau

Bautrend: Grüne Dächer und Lichtkuppeln

Ökologische Dachbedeckungen werden gerade in Ballungszentren immer beliebter, sind sich die von Bauinfoconsult befragten Architekten sicher. Gerade bei Flachdächern von Tiefgaragen und Discountern ist die Begrünung immer mehr in Mode. 36 Prozent der befragten Architekten sehen im Bereich Dach die Begrünung als großen Nachfragetrend der nächsten Jahre. Immerhin knapp jeder Vierte geht davon aus, dass die Nachfrage an Lichtbändern und Lichtkuppeln steigen wird. Zu den weiteren genannten Trends zählen kostengünstige Betondachsteine und farbige Dächer.

Bautrend: Mehr Sicherheit bei Türen und Fenstern

Die Meldungen von bandenmäßig organisierten Einbrüchen in den vergangenen Jahren zeigen Wirkung. Sicherheitsaspekte werden für die Kunden beim Kauf von Fenstern und Türen eine zunehmende Rolle spielen, schätzen die befragten Architekten. 37 Prozent sehen hier einen großen Trend bis 2021. In dem Zusammenhang gewinnt auch die Steuerung per Smart Home an Bedeutung. Gerade für die Steuerung von Rollläden kann Smart Home für den Kunden Komfort und Sicherheit gleichermaßen verbessern – so die Meinung der Architekten. Das Thema Wärmedämmung/Energieeffizienz dürfte bei den Nachfragetrends für Türen und Fenster ebenso wichtig sein. Um Wärmebrücken zu verhindern, könnte die Dreifachverglasung vom Kunden bevorzugt gekauft werden, schätzen die Architekten.

Bautrend: Brandschutz im Trockenbau

Maler und Trockenbauer sehen neben den Themen Energieeffizienz und Dämmung vor allem im Brandschutz ein wichtiges Zukunftsthema für ihre Branchen. Der allgemeine Trend zu mehr Umweltbewusstsein des Kunden dürfte sich laut den Befragten auf den Bedarf an ökologischen Farben und Materialien auswirken. Steigende Nachfrage in den nächsten Jahren erwarten die Branchenvertreter auch im Bereich Schallschutz und Akustik.

Bautrend: Bäder als Oase der Entspannung

Nur Hände waschen und duschen reicht immer weniger Kunden aus, wenn es um die Gestaltung ihres Bades geht. 43 Prozent der befragten SHK-Installateure gehen davon aus, dass künftig immer mehr Bäder nicht nur funktional sein müssen, sondern einer Wellness-Oase gleichen sollen. Im Trend bleibt auch die Barrierefreiheit im Bad, die etwa zu steigender Nachfrage an bodengleichen Duschen führt. Immer mehr SHK-Handwerker sehen sich auch mit dem Anspruch konfrontiert, ihren Kunden Komplettbäder aus einer Hand inklusive Keramik und Möbeln anzubieten.

Bautrend: Energiesparende Heizung mit Wärmepumpe

Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit sind die zentralen Themen im Bereich Heizung. Die SHK-Handwerker erwarten eine deutlich steigende Nachfrage von Systemen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Wärmepumpen, aber auch Solarthermie zur Heizungsunterstützung und Warmwasseraufbereitung, gewinnen an Bedeutung. Keine großen Steigerungen erwarten die Spezialisten beim Bedarf an Pelletheizungen und der Brennwerttechnologie.

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Optimale Wohngesundheit durch ökologische Dämmstoffe https://www.baustoff-holz.de/2018/07/20/optimale-wohngesundheit-durch-oekologische-daemmstoffe/ Fri, 20 Jul 2018 18:54:11 +0000 https://www.baustoff-holz.de/?p=887 Natürliche ökologische Dämmstoffe sorgen für ein wohngesundes Zuhause. Im Winter ein kuschlig warmes Heim, im Sommer ein angenehm kühles Klima in den eigenen vier Wänden. Und das bei niedrigen Heiiz- und Energiekosten. Die Vorteile einer guten Gebäudedämmung sind längst bekannt. Die Auswahl des richtigen Dämmstoff will dabei wohl bedacht werden. Ökologische Dämmstoffe wie z.B. Holzfaserdämmstoffe […]

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Natürliche ökologische Dämmstoffe sorgen für ein wohngesundes Zuhause. Im Winter ein kuschlig warmes Heim, im Sommer ein angenehm kühles Klima in den eigenen vier Wänden. Und das bei niedrigen Heiiz- und Energiekosten. Die Vorteile einer guten Gebäudedämmung sind längst bekannt. Die Auswahl des richtigen Dämmstoff will dabei wohl bedacht werden. Ökologische Dämmstoffe wie z.B. Holzfaserdämmstoffe leisten hierzu ihren Beitrag. Dass die daraus resultierende Wohngesundheit ihren Preis hat im Gegensatz zu konventionellen Dämmstoffen, die oft aufwendig hergestellt werden und weniger wohngesund sind, ist selbstverständlich. Ökologische Dämmstoffe werden nunmal nicht in den Größenordnungen produziert wie herkömmliche Massen-Dämmstoffe.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick für ökologische Dämmstoffe

  • ökologische Dämmstoffe sind gut für Umwelt und Gesundheit
  • besonders guter Schutz vor sommerlicher Hitze
  • sehr gutes Wohnklima durch Naturdämmstoffe
  • Schonung fossiler und mineralischer Ressourcen
  • Herstellung und Recycling mit wenig Energieaufwand
  • natürliche Dämmstoffe sind teurer als konventionelle Dämmstoffe
Ökologische Dämmstoffe
Wohngesundes Bauen durch ökologische Dämmstoffe sorgt für ein angenehmes Wohnklima

Ökologische Dämm­stoffe werden auch Natur­dämm­stoffe, natürliche Dämm­stoffe, oder Dämmstoffe aus nach­wachsenden Rohstoffen genannt. Von konventio­nellen Dämm­stoffen unterscheiden sie sich vor allem darin, dass sie wesentlich umwelt- und gesund­heits­freundlicher sind. Natürliche Dämmstoffe werden vor allem in Holzhäusern und Holzfertighäusern zur Wärmedämmung verwendet.

Wie gut ein Dämm­stoff im Winter vor Kälte und im Sommer vor Hitze schützt, sehen Sie anhand der Wärme­leitfähigkeit. Sie gibt an, wie viel Wärme durch den Dämm­stoff nach außen dringt. Angegeben wird sie als Wärme­leitstufe (WLs) in Watt pro Meter und Kelvin (W/mk). Je niedriger der Wert, desto niedriger ist die Leit­fähigkeit und desto dünner kann die Dämm­schicht sein. Die Wärmeleit­fähigkeit konventio­neller Dämm­stoffen liegt zwischen 0,020 (Polyurethan/PUR) und 0,045 W/mk (zum Beispiel gängige Mineral­wollen). Dämm­stoffe aus nach­wachsenden Rohstoffen besitzen Wärme­leit­fähigkeits­werte von 0,038 (Zellulose) bis 0,080 W/mK (Holzspäne), die meisten liegen jedoch im Bereich von 0,040 bis 0,055 W/mK. Ihre Wärme­leit­fähigkeit liegt also etwas über der konventio­neller Materialien, entsprechend geringer ist ihre dämmende Wirkung. Doch eine dickere Dämm­stoff­schicht gleicht das in der Regel aus.

Natürliche ökologische Dämmstoffe kosten im Schnitt etwas mehr als konventio­nelle – unter anderem, da konventio­nelle in größeren Mengen produziert werden. Doch insbe­sondere Zellulose­flocken können preislich durchaus mithalten. Auch die Kosten für Jute und Stroh sind konkurrenz­fähig.

Ökologische Dämm­stoffe müssen genau wie konventionelle Dämm­stoffe alle Anforderungen an den Brandschutz erfüllen. Die meisten sind von sich aus „schwer entflammbar“, einige „normal entflammbar“. Teilweise werden sie zusätzlich mit Flamm­schutz­mitteln versehen – die allerdings häufig schwach wasser­gefährdend sind. Das muss insbe­sondere bei der Entsorgung bzw. Wieder­verwertung berücksichtigt werden. Ein entscheidender Pluspunkt der Natur­dämmstoffe ist jedoch, dass bei ihrer Verbrennung keine giftigen Rauch­gase entstehen, die meist gefährlicher sind als das Feuer selbst. Holz bindet zudem während seines Wachstums das klimaschädliche CO2. Damit ist Holz der einzige Dämmstoff, der den Kohlenstoff einlagern kann.

 

 

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Cluster Forst und Holz in Deutschland https://www.baustoff-holz.de/2018/06/30/cluster-forst-und-holz-in-deutschland/ Sat, 30 Jun 2018 13:52:46 +0000 https://www.baustoff-holz.de/?p=874 In Deutschland unterstützt der Cluster Forst und Holz den Rohstoff Holz. Im Vergleich zu anderen Rohstoffen besitzt Holz zwei Eigenschaften: es kann nachwachsen und es ist in der Lage den anthropogen bedingten CO2-Ausstoß zu binden. Wird Holz nachhaltig produziert, so kann es auch verstärkt genutzt werden. Dies ist das Ziel des Programms Charta für Holz, […]

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In Deutschland unterstützt der Cluster Forst und Holz den Rohstoff Holz. Im Vergleich zu anderen Rohstoffen besitzt Holz zwei Eigenschaften: es kann nachwachsen und es ist in der Lage den anthropogen bedingten CO2-Ausstoß zu binden. Wird Holz nachhaltig produziert, so kann es auch verstärkt genutzt werden. Dies ist das Ziel des Programms Charta für Holz, das die Bundesregierung vor zehn Jahren verabschiedet hat.

Der Forstwirtschaft nachgelagert sind die Holz bearbeitende Industrie (Sägewerke, Holzwerkstoffindustrie), die Holz verarbeitende Industrie (z.B. Möbelindustrie), das Holzhandwerk, die Papierwirtschaft, das Verlage- und Druckereigewerbe und die energetische Holznutzung. Zum gesamten sog. Cluster Forst- und Holzwirtschaft werden noch der Holzhandel sowie die Zulieferer gezählt. So sind 1,1 Mio. Personen in Deutschland im Cluster Forst und Holz beschäftigt. Damit arbeiten mehr Menschen in dieser Branche als beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau oder in der Automobilindustrie!

Initiative: Cluster Forst und Holz in Deutschland

Wer ein Holzhaus baut, schützt das Klima!

Im Detail geht es bei der Charta für Holz darum, durch einen gesteigerten Holzverbrauch positive Effekte für den Klimaschutz, die Lebensqualität, Innovationen und Beschäftigung zu erreichen. Die Steigerung des Holzverbrauchs ist zwar mit einer erhöhten Nutzung von Wäldern verbunden, wodurch die Kapazität des Waldökosystems, Kohlenstoff zu speichern, gemindert wird. Auf der anderen Seite entstehen aber mindestens zwei positive Effekte:

In den aus Holz hergestellten Produkten wird Kohlenstoff gebunden und sowohl bei zahlreichen stofflichen Nutzungsarten als auch bei einer energetischen Nutzung von Holz wird die Energiegewinnung aus fossilen Stoffen reduziert. Dies führt zu der gewünschten Verminderung der CO2-Emissionen. Ein Holzhaus bauen schützt somit das Klima. Im Vergleich zu Speicherungseffekten durch Nutzungsverzicht und Ausweisung von Naturschutzgebieten entstehen bei der Nutzung des Holzes Wertschöpfungsketten mit nicht vernachlässigbaren Beschäftigungseffekten.

Cluster Forst und Holz
Holz ist Baustoff, Dämmstoff und CO2-Speicher. Cluster Forst und Holz organisiert und unterstützt den wertvollen Rohstoff.
Clusterinitiative im Fürstentum Liechtenstein

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Bauen in Baden-Württemberg soll einfacher werden https://www.baustoff-holz.de/2018/05/19/bauen-in-baden-wuerttemberg-soll-einfacher-werden/ Sat, 19 May 2018 15:53:53 +0000 https://www.baustoff-holz.de/?p=863 Die baden-württembergische Regierung will staatliche Vorschriften und Verfahren beim Bauen in Baden-Württemberg deutlich vereinfachen und verbessern. Sie erhofft sich davon unter anderem große Fortschritte im Wohnungsbau. „Ich will systematisch Verwaltungs- und Genehmigungsverfahren hinterfragen und dabei die Mängel-Hinweise aus der Gesellschaft ernst nehmen“, sagte Klaus-Peter Murawski, neuer Koordinator der Landesregierung für Bürokratieabbau der Stuttgarter Zeitung. Als […]

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Die baden-württembergische Regierung will staatliche Vorschriften und Verfahren beim Bauen in Baden-Württemberg deutlich vereinfachen und verbessern. Sie erhofft sich davon unter anderem große Fortschritte im Wohnungsbau. „Ich will systematisch Verwaltungs- und Genehmigungsverfahren hinterfragen und dabei die Mängel-Hinweise aus der Gesellschaft ernst nehmen“, sagte Klaus-Peter Murawski, neuer Koordinator der Landesregierung für Bürokratieabbau der Stuttgarter Zeitung.

Als Beispiel nennt Murawski das Baurecht. Heute werde „ganz unterschiedlich entschieden, wie jemand sein Grundstück einfrieden darf“ – mit Mauer, mit Jägerzaun oder ganz anders. Der Staat solle jedoch dem Bürger an dieser Stelle mehr Freiheit einräumen. „Deshalb brauchen wir Regeln, die dafür sorgen, dass von den jeweils zuständigen Beamten möglichst einheitlich und möglichst unbürokratisch entschieden wird.

Bauplätze zum Bauen in Baden-Württemberg veröffentlichen

Mit Blick auf die Kommunen regt Murawski eine Übersicht an, in der freie Bauplätze im Land zu finden sind. „Warum ist es eigentlich nicht möglich, dass die Kommunen in eigener Regie ein landesweites Kataster erstellen, in dem jeder, der Wohnungen bauen will, sehen kann, wo baureife Grundstücke zur Verfügung stehen?“, fragt Murawski. Das gebe es bisher nicht. „Hier sperren sich noch viele Kommunen. Offensichtlich wollen sie sich bei der Grundstücksvergabe nicht zu sehr in die Karten schauen lassen.“

Bauen in Baden-Württemberg
Bauen in Baden-Württemberg soll einfacher werden – Foto: Keitel-Haus

Bauen mit der Holz-Modulbauweise ist kostengünstiger

Klaus-Peter Murawski ist seit Januar 2018 offiziell „Koordinator der Landesregierung für Bürokratieabbau“. Er fordert die Städte und Gemeinden auf, stärker als bisher den Bau von Häusern in industrieller Holz-Modulbauweise zu ermöglichen. Dies werde zu einer deutlichen Kostenreduzierung führen, beispielsweise im sozialen Wohnungsbau. „Wir reden hier über einen Preisunterschied von 3200 Euro zu 1357 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche“, sagte der Chef der Staatskanzlei. „So könnten wir die Wohnungsbaukosten für das Bauen in Baden-Württemberg nahezu halbieren.“

Anmerkung: Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) unterstützt Vorhaben, deren Gegenstand die Bereitstellung, Verarbeitung, Bearbeitung und Verwendung von Holz ist, mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln. Innovationen in der Nutzung von Holz forciert, neue Anwendungsfelder für den Rohstoff Holz erschlossen und deren Einführung beschleunigt werden.

Tipp: Bauen in Baden-Württemberg: Sigurd Maier, Inhaber des Ratgeber-Portales für Holzhäuser und den Holzbau empfiehlt den Bauherren und Baufamilien sich direkt an verschiedene Kommunen in Baden-Württemberg zu wenden, um sich eine Übersicht über freie Bauplätze zu verschaffen.

 

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